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Ausgegeben am Mittwoch, dem 23.05.2012, um 19.37 Uhr.

1512 wurde die erste Steinkirche errichtet und zwischen 1715 und 1723 stiftete Graf Franz Anton die Wallfahrts- und Pfarrkirche „Maria Heimsuchung“. Zur Barockkirche führt eine ausladende Treppe mit 33 Stufen hinauf, die die Lebensjahre Christi symbolisieren. Noch heute kommen viele Wallfahrer nach Wambierzyce, um das Gnadenbild zu sehen. Es befindet sich in einem Schrein im barocken Hochaltar der Gnadenkapelle und zeigt Maria mit dem Jesuskind auf dem rechten Arm und einem Apfel in der linken Hand. Papst Johannes Paul II. ließ es am 17. August 1980 krönen. Ein Künstler hat das Kunstwerk aus Lindenholz aber erst – entgegen der Legende – im Jahr 1380 geschaffen.
Beim Spatziergang durch die Stadt gewinnt der Besucher den Eindruck, als bestehe die ganze Stadt aus unzähligen Schreinen. Etwa 100 soll es in dem kleinen Ort geben, der im Schatten der mächtigen Wallfahrtskirche liegt. Gegenüber der Wallfahrtskirche befindet der Kalvarienberg mit Kapellen und Monumenten, die die Leidensgeschichte Jesu darstellen. Angelegt hat ihn Daniel von Osterberg zwischen 1683 und 1709, nachdem er von einer Reise aus dem Heiligen Land zurückgekehrt war. Auf dem Kalvarienberg steht die Kapelle der Einsiedelei. Wegen des Kalvarienberges trägt Wambierzyce auch den Beinamen „Schlesisches Jerusalem“. (Frank Hilbert)