Staatlich anerkannte und ermächtigte Übersetzerin
der polnischen Sprache (§ OLG Schleswig-Holstein)
Eckernförder Str. 73
24116 Kiel
Tel.: +49 (0) 431 1227765
Handy: +49 (0) 160 8310782
E-Mail: info@polish-online.com
Internet: www.polish-online.com

Internetadresse der ausgedruckten Seite:
http://www.polish-online.com/polen/staedte/vilnius-dom.php
Ausgegeben am Mittwoch, dem 23.05.2012, um 19.33 Uhr.


Vilnius - der Dom (Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit)


Dom in Vilnius (Wilna)
Dom in Vilnius (Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit). Foto: Woyno Die ältesten Fundamente des Wilnaer Doms stammen aus dem 13. Jahrhundert. Es sind die Überreste einer Kirche, die vermutlich nach der Taufe des Großfürsten Mindogas im Jahr 1221 erbaut wurde. Nach seinem Rückfall ins Heidentum (ca. 1261) wurde die Kirche zerstört. Auf ihren Ruinen entstand eine heidnische Kultstätte.


Nach dem offiziellen Übertritt Litauens zum christlichen Glauben im Jahr 1387 legte der König von Polen und Großfürst von Litauen – Władysław Jagiełło – an der Stelle, wo sich die heidnische Kultstätte befand, den Grundstein für den Bau einer christlichen Kirche.

In den darauf folgenden Jahrhunderten suchten zahlreiche Feuersbrünste den Dom. Er wurde mehrfach wiederauf- und umgebaut. Im 18. Jahrhundert bekam der gotische Bau eine klassizistische Fassade und Innenausstattung.

Der Dom wurde zum Zentrum wichtiger Staatsereignisse: Hier wurden königliche Hochzeiten gefeiert, zahlreiche polnisch-litauischen Könige und Magnaten wurden hier beigesetzt, eine Reihe Großfürsten von Litauen wurde im Dom inthronisiert. Am 2. Juli 1927 wurde auf den Stufen vor dem Dom das wundersame Bildnis der Mutter Gottes vom Morgenrötentor gekrönt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ die sowjetische Regierung den Dom schließen. 1950 wurden die Heiligenskulpturen und das große Kreuz auf dem Dom gesprengt. Wie viele andere religiöse Bauten in Wilna wurde auch der Dom säkularisiert. 1956 wurde in den Innenräumen eine Bildergalerie eingerichtet. Nach einer Grundsanierung im Jahr 1969 fanden hier Orgelkonzerte statt.

Im Februar 1989 wurde das Gotteshaus für Gläubige geöffnet und feierlich zum katholischen Dom geweiht. Im selben Jahr wurden die Reliquien des hl. Kasimir hierher überführt.

Besonders sehenswert: die Kapelle des hl. Kasimir und die Gruft. (bw)

Anzeige

Ferienhäuser

Logo Weblog "Atelier Polen"
Polen Botschaften & Konsulate
Polen Reisetipps
Polnische Rezepte
Veranstaltungen / Termine...
Nachrichtenticker aus Polen...