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Ausgegeben am
Freitag, dem 16.05.2008, um 18:55 Uhr.

In den darauf folgenden Jahrhunderten suchten zahlreiche Feuersbrünste den Dom. Er wurde mehrfach wiederauf- und umgebaut. Im 18. Jahrhundert bekam der gotische Bau eine klassizistische Fassade und Innenausstattung.
Der Dom wurde zum Zentrum wichtiger Staatsereignisse: Hier wurden königliche Hochzeiten gefeiert, zahlreiche polnisch-litauischen Könige und Magnaten wurden hier beigesetzt, eine Reihe Großfürsten von Litauen wurde im Dom inthronisiert. Am 2. Juli 1927 wurde auf den Stufen vor dem Dom das wundersame Bildnis der Mutter Gottes vom Morgenrötentor gekrönt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ die sowjetische Regierung den Dom schließen. 1950 wurden die Heiligenskulpturen und das große Kreuz auf dem Dom gesprengt. Wie viele andere religiöse Bauten in Wilna wurde auch der Dom säkularisiert. 1956 wurde in den Innenräumen eine Bildergalerie eingerichtet. Nach einer Grundsanierung im Jahr 1969 fanden hier Orgelkonzerte statt.
Im Februar 1989 wurde das Gotteshaus für Gläubige geöffnet und feierlich zum katholischen Dom geweiht. Im selben Jahr wurden die Reliquien des hl. Kasimir hierher überführt.
Besonders sehenswert: die Kapelle des hl. Kasimir und die Gruft. (bw)