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Ausgegeben am
Freitag, dem 25.07.2008, um 03:37 Uhr.

Wechselvolle Geschichte
Die Geschichte der Stadt ist durch den Hafen und den Handel geprägt. Bereits im 8. Jahrhundert gab es auf einer Anhöhe am Steilufer der Oder eine befestigte Slawensiedlung, und seit dem frühen 12. Jahrhundert hat in Stettin eine Linie der slawischen residiert. Als 1278 Stettin der Hanse beitrat, lebte hier schon eine große Zahl deutscher Siedler. Im Jahr 1630 nahmen die Schweden die Stadt ein und verkauften sie knapp ein hundert Jahre später an Preußen. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert erlebte Stettin einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung und entwickelte sich zu einer modernen Großstadt. Der Seehafen wurde erweitert und an die Bedürfnisse des Zeitalters der Industrialisierung angepasst.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel Stettin an Polen. Da kaum alte Bausubstanz restauriert worden ist, ist auch die Zahl der erhalten gebliebenen Sehenswürdigkeiten überschaubar.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Das bedeutendste Bauwerk der Stadt ist wohl die Burg der pommerschen Prinzen (Zamek Ksi±¿±t Pomorskich), die auf einer Anhöhe über dem Flusstal erhebt. Gebaut wurde die Burg Mitte des 14. Jahrhunderts an der Stelle, wo sich einst die befestigte Slawensiedlung befand. Im August 1944 wurde sie bei Flächenbombardements total zerstört. Der Wiederaufbau dauerte bis 1980. Heute beherbergt die Burg ein Museum und ein Zentrum für kulturelle Veranstaltungen.
Ein weiteres interessantes Gebäude ist die östlich vom Hafentor (Brama Portowa – heute ein Cafe und beliebter Treffpunkt der jüngeren Stettiner), fast direkt an der Oder gelegene St. Jakobs-Kathedrale aus dem 14. Jahrhundert. 1945 in einem Luftangriff stark zerstört, wurde sie erst 1982 fertig restauriert. Sehenswert sind auch das unweit gelegene Franziskanerkloster St. Johann 13. Jahrhundert, das im gotischen Stil restaurierte Alte Rathaus sowie das prächtige, im Renaissance-Stil erbaute Wohnhaus (Loitz-Haus), das einst der in Stettin ansässigen wohlhabenden Kaufmannsfamilie Loitz gehörte. Über eine kleine Grünanlage gelangt man vom Alten Rathaus zur Bastei der Sieben Mäntel (Baszta Siedmiu P³aszczy), einem mächtigen Wehrturm aus dem 15. Jahrhundert, der das letzte noch erhaltene Teilstück der ehemaligen Stadtbefestigung ist
Nördlich der ehemaligen Altstadt entstand zwischen 1900 und 1914 auf Betreiben des damaligen Oberbürgermeisters Hermann Haken auf dem Gelände des aufgegebenen Forts Leopold eine repräsentative Uferpromenade, die sog. Hakenterrasse (Wa³y Chrobrego), mit einer breiten Treppe zum Oderufer. (bw)
