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Barbara Anna Woyno M. A. - Übersetzungen polnisch-deutsch-polnisch

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Stettin (Szczecin)

Stettin (Szczecin) ist mit seinen ca. 420.000 Einwohnern die größte Stadt im nordwestlichen Polen. Selten löst sie bei Besuchern Liebe auf den ersten Blick aus. Im Krieg wurde der alte Stadtkern fast vollständig zerstört, und die von den Bomben gerissenen Lücken  – wenn überhaupt – mit eintönigen, grauen Betonbauten geschlossen.

Schloss in Stettin (Szczecin)
Schloss in Stettin (Szczecin). Fotos: Polnisches Fremdenverkehrsamt

Wechselvolle Geschichte

Die Geschichte der Stadt ist durch den Hafen und den Handel geprägt. Bereits im 8. Jahrhundert gab es auf einer Anhöhe am Steilufer der Oder eine befestigte Slawensiedlung, und seit dem frühen 12. Jahrhundert hat in Stettin eine Linie der slawischen residiert. Als 1278 Stettin der Hanse beitrat, lebte hier schon eine große Zahl deutscher Siedler. Im Jahr 1630 nahmen die Schweden die Stadt ein und verkauften sie knapp ein hundert Jahre später an Preußen. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert erlebte Stettin einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung und entwickelte sich zu einer modernen Großstadt. Der Seehafen wurde erweitert und an die Bedürfnisse des Zeitalters der Industrialisierung angepasst.

Zur selben Zeit gestalteten die Stadtplaner Stettin nach Pariser Vorbild um. In Anlehnung an den Place de Gaulle wurden breite Boulevards angelegt, die sternförmig auf den Platz  Kaiser-Wilhelm-Platz (heute: plac Grunwaldzki) zuliefen. Die Innenstadt bekam auch eine "grüne Lunge" in Form vom mehreren Parkanlagen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel Stettin an Polen. Da kaum alte Bausubstanz restauriert worden ist, ist auch die Zahl der erhalten gebliebenen Sehenswürdigkeiten überschaubar.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Stettin

Das bedeutendste Bauwerk in Stettin ist wohl die Burg der pommerschen Prinzen (Zamek Książąt Pomorskich), die auf einer Anhöhe über dem Flusstal erhebt. Gebaut wurde die Burg Mitte des 14. Jahrhunderts an der Stelle, wo sich einst die befestigte Slawensiedlung befand. Im August 1944 wurde sie bei Flächenbombardements total zerstört. Der Wiederaufbau dauerte bis 1980. Heute beherbergt die Burg ein Museum und ein Zentrum für kulturelle Veranstaltungen.

Bürgerhäuser in Stettin (Szczecin)
Bürgerhäuser in der Innenstadt.

Ein weiteres interessantes Gebäude ist die östlich vom Hafentor (Brama Portowa – heute ein Cafe und beliebter Treffpunkt der jüngeren Stettiner), fast direkt an der Oder gelegene St. Jakobs-Kathedrale aus dem 14. Jahrhundert. 1945 in einem Luftangriff stark zerstört, wurde sie erst 1982 fertig restauriert. Sehenswert in Stettin sind auch das unweit gelegene Franziskanerkloster St. Johann 13. Jahrhundert, das im gotischen Stil restaurierte Alte Rathaus sowie das prächtige, im Renaissance-Stil erbaute Wohnhaus (Loitz-Haus), das einst der in Stettin ansässigen wohlhabenden Kaufmannsfamilie Loitz gehörte. Über eine kleine Grünanlage gelangt man vom Alten Rathaus zur Bastei der Sieben Mäntel (Baszta Siedmiu Płaszczy), einem mächtigen Wehrturm aus dem 15. Jahrhundert, der das letzte noch erhaltene Teilstück der ehemaligen Stadtbefestigung ist

Nördlich der ehemaligen Altstadt von Stettin entstand zwischen 1900 und 1914 auf Betreiben des damaligen Oberbürgermeisters Hermann Haken auf dem Gelände des aufgegebenen Forts Leopold eine repräsentative Uferpromenade, die sog. Hakenterrasse (Wały Chrobrego), mit einer breiten Treppe zum Oderufer. (fh)

Karte

Landkarte von Polen mit Stettin (Szczecin)

Wetter

Stettin (Szczecin), Polen23.03.2017 – 21:15 Uhr
klarer Himmel
StettinWetter Polen7 °CLuftfeuchte: 52%
Luftdruck: 1023 hPa
Windgeschwindigkeit: 1.5 m/s
(CC BY-SA 2.0: OpenWeatherMap)

Wirtschaft

Hafen, Werftindustrie, wichtiger Verkehrsknotenpunkt

Einwohner

rund 420.000

Bildung:

Akademia Rolnicza Szczecin, Politechnika Szczecińska, Pomorska Akademia Medyczna Szczecin, Uniwersytet Szczeciński, Wyższa Szkoła Morska Szczecin

Touristeninformation

Centrum Informacji Turystycznej
ul. Jana z Kolna 7
70-412 Szczecin
Tel.: +48 (0) 91 4340440
E-Mail: cit@mosrir.szczecin.pl

Karte

Szczecin (Stettin), ul. Jana z Kolna 7, 70-412
Szczecin (Stettin), ul. Jana z Kolna 7, 70-412 Szczecin (Google Maps)
  1. www.szczecin.pl
  2. www.port.szczecin.pl (Polnisch, Deutsch, Englisch)