Blick von der Schneekoppe

Die Sudeten laden zum Wandern und Skifahren ein.

Dom von Frauenburg

Wirkungsstätte des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Blick auf die Altstadt von Lublin

Die Stadt im Osten Polens strahlt italienisches Flair aus.



Schreiberhau
Schreiberhau Fotos: Hilbert Das bei Touristen beliebte Szklarska Porêba (Schreiberhau) liegt malerisch am Kamienna-Ufer, nur 18 Kilometer südwestlich von Jelenia Góra (Hirschberg). 1366 erstmals erwähnt, galt der Ort mit seinen Teilen Ober-, Mittel- und Niderschreiberhau als flächenmäßig größtes Dorf in Preußen und besaß ein Glashüttenwerk.  In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann sich in Schreiberhau der Tourismus zu entwickeln. Voraussetzung dafür war der Bau von Straßen und Eisenbahnlinien.


Gerhart Hauptmann

Die Schönheit der Natur zog viele Bildhauer, Dichter, Maler und Schriftsteller an. Zu ihnen gehörte Gerhart Hauptmann. Zwischen 1890 und 1902 lebte  der Schriftsteller und Dramatiker abwechselnd in Berlin und Schreiberhau. Hauptmann war fasziniert von der Schönheit der Natur um Schreiberhau herum: "Eines Tages, während einer Bergwanderung, erblickte ich aus der Höhe jenes Tal und dachte mir, dass es gut wäre, hier ein Haus zu bauen, Von dieser Idee begeistert und geblendet ging ich durch die Wälder, lief auf dem Steg zwischen den Wiesen hinunter und innerhalb von einigen Stunden erledigte ich den Kauf des Dorfhauses mit zugehöigem Grund, Wiese, Hain und kleinen Quellen." Hauptmann, der 1912 den Nobelpreis für Literatur erhielt, schrieb hier einen großen Teil des Dramas "Die Weber", in dem er sich sozialkritisch mit dem industriellen Schlesien auseinandersetzte. Sehr anschaulich beschrieb er die katastrophalen Lebensbedingungen, unter denen die schlesischen Leinenweber zur Zeit der Weberaufstände (1844) gelebt hatten. Heute ist im Hauptmann-Haus (Dom Hauptmana) in der ul. Listopadia 23 ein Museum untergebracht, das über das Leben des Dramatikers mit zahlreichen Fotos und Manuskripten informiert.

Kochelfall

Im unteren Teil von Szklarska Porêba, 400 m vor der Stelle, wo der Fluss Szklarka in die Kamienna mündet, unweit der Hauptsraße zu Jeliena Gora, befindet sich in einer malerischen von Felsen umgegebenen Schlucht der kleine Kochelfall (Wodospad Szklarki) sowie die Baude Kochanówka. Die Baude wurde 1886 als Gaststätte für die auch schon damals zahlreichen Touristen und Kurgäste gebaut. Zur Freude der Touristen hat man zu Anfang des 20. Jahrhunderts über dem Wasserfall einen Damm errichtet. Gegen Bezahlung öffneten die Betreiber den Damm und die Wassermassen stürzten in Kaskaden in die Tiefe. Zum Wasserfall gelangen Sie auf dem grünen Wanderweg, der sich an den Fluss Kamienna schmiegt. Der Weg führt am Muzeum Energetyki (Museum für Stromerzeugung) und am Muzeum Ziemi (Mineralogisches Museum) vorbei. Die Abzweigung zum Wasserfall ist auf keinen Fall zu verfehlen. Sie ist gut ausgeschildert und gesäumt von Ständen mit Andenken für Touristen.

Zackelfall

Schneegruben im RiesengebirgeWenn Sie vom Zentrum aus den roten Wanderpfad Richtung Kamiencyk-Baude folgen, gelangen Sie zum Zackelfall (Wodospad Kamieñczyka). Das Wasser fällt hier in drei Kaskaden aus einer Höhe von 27 m  in einen Fels, der durch die Kraft des Wasser zu einem Kessel ausgehölt worden ist. Unter der mittleren Kaskade befindet sich eine mehrere Meter tiefe Höhle, die Wallonen vor mehreren hundert Jahren ausgehauen und in der sie Pegmatiten und Amethysten abgebaut haben. Der Zugang zum Wasserfall war für Touristen viele Jahre lang geschlossen, nachdem ein Tourist 1973 von einem herabfallenden Felsbrocken erschlagen worden war. Deshalb bekommen heute alle Touristen, die die Schlucht zum Wasserfall betreten, einen Schutzhelm ausgehändigt.

Wandern

Schreiberhau ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderrungen ins Riesengebirge. Am Bequemsten gelangen Sie mit dem Doppelsessellift Szrenica zur Reifträger-Baude (Schronisko "Na Szrenicy") auf dem 1.326 m hohen Gipfel Reifträger (Szrenica). Je nach Kondition können Sie von hier aus zu den Schneegruben laufen oder über die Grenze nach Tschechien zur Elbquelle. Die "Schneegruben" ist ein Gletscherkessel, dessen Granitwände schwindelerregende 150 m tief sind. Der Kessel  bildet ein 150 ha großes Naturschutzgebiet, in dessen Mitte sich zwei Schneeteiche befinden. Einen phantastischen Ausblick in den Schneekessel haben Sie von der Rübezahlkanzel aus, einem Fels neben der "Schneegruben-Baude". Die Baude ist leider nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie dient heute als Fernsehturm. 

Natürlich können Sie auch auf den Sessellift verzichten und von Schreiberhau zu Fuß den Gipfel Reifträger erklimmen - vorbei an zahlreichen Aussichtspunkten. Um die Reifträger-Baude herum entwickelte die Tourismusindustrie das Skigebiet "Ski Arena Szrenica" mit hervorragenden Bedinungen für den Wintersport. Dazu gehören mehrere Skilifte und 20 km Skipisten. (Frank Hilbert)


Landkarte:

Landkarte von Polen mit Schreiberhau

Wetter:



Wirtschaft:

Tourismus

Einwohner:

7.200 (2005)


Bildung:

nächste Universität in Breslau

Flughafen:

Flughafen Breslau

Weiterführende Links

www.szklarskaporeba.pl


Sehenswürdigkeit:

Szklarska Porêba (Schreiberhau)
ul. Jedno¶ci Narodowej 3
58-580  Szklarska Porêba
Tel.: +48 (0) 75 7172494
Fax: +48 (0) 75 7172494
E-Mail: it@szklarskaporeba.pl
Internet: www.szklarskaporeba.pl

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