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Ausgegeben am Mittwoch, dem 23.05.2012, um 18.12 Uhr.

Ob der Name des Berggeistes wirklich von dieser Sage abgeleitet wurde, ist nicht bekannt. In früherer Zeit trug der Berggeist mehrere Namen. Die Polen nennen ihn Duch Gór, Karkonosz, Rzepiór, Rzepolicz, Liczyrzepa, die Tschechen Krakonoš, Krkonoš und Herr Johann (Dominus Johannes). Die älteste Abbildung von Rübezahl findet sich auf einer Landkarte von Martin Helwig aus dem Jahr 1561. Helwig hat Rübezahl als Greifen mit Hirschgeweih und einem Stock in der Hand abgebildet.
Ihren Ursprung hat die Figur des Rübezahl wahrscheinlich in heidnischer Zeit, als für die Menschen die Berge mit ihren undurchdringlichen Wäldern und den widrigen Witterungsbedingungen noch eine Gefahr darstellten und sie sich viele Naturerscheinungen nicht erklären konnten. Der Auftritt des Berggeistes ist oft mit Blitz und Donner verbunden. In "den Legenden vom Rübezahl" von Johann Karl August Musäus ist Rübezahl „launisch, ungestüm, sonderbar, bengelhaft, roh, unbescheiden, stolz, eitel, wankelmütig, heute der wärmste Freund, morgen fremd und kalt“. Erst im Laufe der Zeit ist aus dem unberechenbaren Rübezahl ein Berggeist geworden, der den guten Menschen hilft.
Es gibt eine Vielzahl von Büchern mit den Geschichten über Rübezahl. Seit Touristen ins Riesengebirge kommen, ist Rübezahl ein wichtiges Marketinginstrument. Er ist auf unzähligen Ansichtskarten und Abzeichen abgebildet. An einem Haus in Krummhübel (Karpacz), unterhalb der Kirche Wang, schmückt sein Bild eine Hauswand. (Frank Hilbert)