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Piotrków Trybunalski - Große Synagoge

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Seit dem 16. Jahrhundert ließen sich Juden im Umland von Piotrków nieder. In der Stadt selbst galt für die Juden seit dem 13. Jahrhundert ein Ansiedlungsverbot (vgl. das Privileg "De non tolerandis Judais"). Die Juden durften nur zu Märkten oder Kirmes in die Stadt kommen.

Im Jahr 1679 erteilte der polnische König Jan III. Sobieski den Juden die Erlaubnis, eine eigenständige Gemeinde innerhalb der Stadtmauern zu gründen und ein eigenes Gebetshaus mit einem Friedhof zu bauen. 1740 brannten Schüler der Jesuiten- und Piaristenschulen die hölzerne Synagoge während antijüdischer Ausschreitungen nieder.
Zwischen 1791 und 1793 entstand im östlichen Teil der Stadt (früher Jüdische Stadt Piotrków genannt) eine neue, gemauerte Synagoge, genannt die Große. 1854 wurde sie im "mauretanischen" Stil umgebaut und bekam entlang der Nord- und Südfassade eine Frauenempore angebaut.

Von den Deutschen im Zweiten Weltkrieg stark verwüstet, wurde die Synagoge in den Jahren 1964-1966 wieder saniert. Mangels Gemeindemitglieder (1938 lebten in Piotrków fast 12.000 Juden und machten über 20 Prozent der Stadtbevölkerung aus. Den Holocaust haben nur ca. 200 von ihnen überlebt, von denen die meisten in den 50-er und 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts ins Ausland emigrierten.), wird sie nicht mehr für sakrale Zwecke genutzt. Seit 1968 ist in dem Gebäude die Stadtbücherei untergebracht. (fh)

  1. www.piotrkow.pl
  2. www.cit.piotrkow.pl
  3. Website des Bernhardinerklosters (polnisch)