Blick von der Schneekoppe

Die Sudeten laden zum Wandern und Skifahren ein.

Dom von Frauenburg

Wirkungsstätte des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Blick auf die Altstadt von Lublin

Die Stadt im Osten Polens strahlt italienisches Flair aus.



Kolberger Strand
Kolberger Strand Foto: Frank Hilbert Seit 1802 ist Kolberg als Kurort bekannt und zieht jedes Jahr tausende Touristen an. Die Umgebung ist wegen ihres Mikroklimas und der jodreichen Meeresluft hervorragend für Inhalationstherapien geeignet. Mineralquellen und Moore werden von Naturheilanstalten und Sanatorien genutzt.

Die Geschichte Kolbergs als Seebad begann Anfang des 19. Jahrhunderts. Wilhelm III. schlug die Gründung eines "Seebade Etablissemnents" vor und wollte das Vorhaben mit einer beträchtlichen Geldsumme subventionieren. Doch die Kolberger zeigten kein Interesse für die Pläne des Herrschers. Der Kaiser zog seinen Vorschlag zurück.



Etwa zur selben Zeit, 1804, veröffentlichte Hans Heinrich von Held in Berlin ein Buch mit dem Titel "Über das Seebad in Kolberg und über das beste und billigste Verwenden dessen", in dem er schwärmt: "Die stürmischen Wellen können sogar aus dem niedergedrückten Geist den menschlichen Haß wegspülen". Held selbst verbüßte in Kolberg eine mehrmonatige Festungshaft. Die Zeit nutzte er - auch so kann man seine Haftzeit verbringen - für eine Kur. In seinem Buch zeigte er sich überzeugt, dass er seine wiedergewonnene Gesundheit "den Wellen der Ostsee" verdanke.

Der Grundstein für Kolberg als Kurort legten aber die beiden Balneologen Dr. Moses Behrend und Dr. Herman Hirschfeld, die sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Stadt niederließen. Sie trieben die Entwicklung Kolbergs zum Kurort voran. Begleitet wurde sie von der Veröffentlichung des Ratgebers "Regeln für den Gebrauch der Sool- und Seebäder" von Dr. von Bünan und der Monographie "Das Sool- und Seebad - Bad Colberg" von Behrend. Bereits 1875 zählte Kolberg 4.152 Kurgäste, und 1880 wurde die vierte Solbadeanstalt mit 58 Badekabinen eröffnet.

Der Aufstieg Kolbergs zum Kurbad setzte sich in den folgenden Jahrzenten fort. Der einsetzende Boom lässt sich durch Zahlen belegen. So zählte die Stadt 1890 bereits 10.000 Kurgäste und 23 Jahre später 16.737 Kurgäste und in der Sommersaison zusätzlich 13.493 Feriengäste.

Architektur

Gegen Ende des II. Weltkrieges ernannten die Nazis Kolberg zur Festung. Die zweiwöchige Belagerung Kolbergs durch sowjetische und polnische Truppen  endete am 18. März mit der fast völligen Zerstörung der Stadt, einschließlich der Kuranlagen. Im Gegensatz zu Danzig wurde die Innenstadt - bis auf das neugotische Rathaus, den imposanten Dom (14./15. Jhd.) und einige wenige Häuser - nicht wieder aufgebaut.

Im neuen polnischen Kołobrzeg zog man in den Nachkriegsjahren nach und nach monotone Plattenbauten hoch. Erst in den 90er Jahren haben die Kolberger damit begonnen, Straßenzüge in der Nähe des Doms mit Häusern neu zu gestalten, die an die alte architektonische Tradition der Stadt anschließen.

Nur noch die ul. Dubois vermittelt mit ihren wieder aufgebauten Handwerkshäusern aus dem Mittelalter einen Eindruck vom alten Stadtbild. Unweit des fünfschiffigen Doms ist die Pulverbastei aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Vereinzelt findet der Besucher der Stadt aber auch Häuser aus der Gründerzeit und Jugendstil-Häuser.

Aufbau der Kuranlagen nach 1945

Den Wert Kolbergs als Kurort erkannten die polnischen Behörden nach dem II. Weltkrieg sehr schnell. Bereits im April 1947 organisierte der Wirtschaftliche Verein der Seestädte die Konferenz "Wiederaufbau der Stadt Kolberg". Der Tenor der Konferenz: Kolberg sollte zum Zentrum der Kurorte in Westpommern ausgebaut werden. Finanzielle Unterstützung kam aus Warschau. Der Sejm, das polnische Parlament, bewilligte einen Kredit in einer für die damalige Zeit großen Höhe von zwei Millionen Złoty. Subventionen in Höhe von 300.000 bis 400.000 Złoty kamen außerdem noch vom Finanzministerium. Schon 1952 wurde das erste Sanatorium "Słoneczko" (dts.: "Kleine Sonne") eröffnet. Kontinuierlich bauten die Kolberger - bis heute - neue Sanatorien, die das Bild Kolbergs prägen. An die alte Bäderarchitektur knüpfte man aber auch hier nicht an.

Heute reisen nicht nur deutsche "Heimwehtouristen" nach Kolberg. Es kommen auch Deutsche, vor allem Rentner, die die Stadt wegen ihres Mikroklimas, wegen der vielen Sanatorien, des guten Services und - was eine große Rolle spielt - wegen der moderaten Preise schätzen.  (fh)


Landkarte:

Landkarte von Polen mit Kolberg

Wetter:



Wirtschaft:

Handels- und Fischereihafen, Marine, Tourismus, Naturheilanstalten, Sanatorien

Einwohner:

50.000 Die Stadt liegt an der Persante- /Perentamündung - rund 100 Kilometer östlich von Swinemünde.

Weiterführende Links



Touristeninformation:

Kołobrzeg (Kolberg)
ul. Dworcowa 4
78-100  Kołobrzeg
Tel.: +48 (0) 94 3527939
Fax: +48 (0) 94 3547220
E-Mail: cepit@post.pl
Internet: www.kolobrzeg.turystyka.pl

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