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Kolberg (Kołobrzeg) - Geschichte in Zahlen

7. und 8. Jhd.: erste Siedlung, Ausbeutung von Salzquellen an der Mündung der Persante
1000: Der damalige König Boleslaw Chrobry gründet in Kolberg ein Bistum. Erster Bischof wird Reinbern von Sachsen.
1255: Kolberg (Kołobrzeg) bekommt das Stadtrecht und wird kurz darauf Mitglied der Hanse
1361: Kolberg (Kołobrzeg) tritt Kolberg der Hanse bei (bleibt Mitglied bis 1610)
14. Jhd.: Kolberg (Kołobrzeg) erhält eigenes Münzrecht. Die Stadt darf aber keine Goldmünzen prägen.
1530: Reformation in Kolberg (Kołobrzeg)

Marienstatue im Dom von Kolberg
Marienstatue im Dom von Kolberg. Foto: Frank Hilbert

1548: Kaiser Karl V. bestätigt das Münzrecht.
1618 bis 1648: Nach dem dreißigjährigen Krieg kam Kolberg (Kołobrzeg) zu Brandenburg.
1756 bis 1763: Die Russen belagern Kolberg während des siebenjährigen Krieges drei Mal. 1761 nehmen sie die Stadt ein.
bis zum Ende des 18. Jhd.: blüht die Solewirtschaft, eine andere Einnahmequelle ist der Fischfang
1802: Kolberg (Kołobrzeg) wird als Kurort bekannt und etabliert sich als See-, Moor- und Solebad.
1872: Auf kaiserliche Anordnung ist Kolberg ab sofort keine Festungsstadt mehr.
1858: Die preußische Regierung erteilt keine Genehmigung mehr für die unrentablen Kolberger Salzgärten, die englische Konkurrenz produziert viel billiger.
1920: Seit diesem Jahr bildet Kolberg (Kołobrzeg) seinen eigenen Stadtkreis.
1939: Im Jahr des Kriegsausbruchs leben 39.000 Menschen in der Stadt an der Ostsee.
März 1945: Die "Festung Kolberg" erlebt die verheerendsten Verwüstungen in seiner Geschichte. Obwohl der II. Weltkrieg schon längst verloren ist, verteidigen die Deutschen die Stadt bis zum "Endsieg".
1944 und 1945:Die Nazis drehen den Durchhaltefilm "Festung Kolberg", der auf historischen Tatsachen beruht. 1807 verteidigten Graf Neidhardt von Gneisenau (1760 bis 1831), Ferdinand von Schill (1776 bis 1809) und dem Bürgervorsteher Joachim Nettelbeck die Stadt erfolgreich gegen französische Truppen. König Friedrich Wilhelm II. hatte Gneisenau zum Kommandanten der eingeschlossenen Festung gemacht. Der Kampf wurde am 2. Juli 1807 durch einen Waffenstillstand zwischen Preußen und Frankreich beendet.
Februar und März 1945: Die deutsche Marine versucht, Soldaten und Zivilisten mit Schiffen über die Ostsee Richtung Westen zu evakuieren.
18. März 1945: Polnische und sowjetische Truppen marschieren nach dreiwöchiger Belagerung in die Stadt ein. 90 Prozent der Stadt sind zerstört. Nur 2.200 Kolberger leben noch in der Stadt.
1955: In Kolberg (Kołobrzeg) leben nur noch rund 7.000 Menschen.
1960er und 1970er Jahre: In der Stadt entstehen riesige monotone Plattenbauten.
seit 1990: Umdenken in der Stadtplanung: Die Neubauten knüpfen an die alte architektonische Tradition an.
2002: Kolberg (Kołobrzeg) feiert sein 200jähriges Jubiläum als Kurort.