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Ausgegeben am
Samstag, dem 10.05.2008, um 03:23 Uhr.

Die mittlere Ebene wurde von 1975 bis 1983 so ausgebaut, dass sie für Touristen zugänglich ist. In die anderen beiden Ebenen dürfen nur Wissenschaftler hinabsteigen. Die Touristenroute durch die Höhle führt vom Bärensaal weiter über die „Große Spalte“. Durch die Gitterroste des Laufstegs kann man in die etwa 12 Meter tiefe Spalte hinabschauen, die die mittlere mit der unteren Ebene verbindet. Geduldig erklärt der Bergführer die erdgeschichtlichen Zusammenhänge. Um ein wenig Abwechslung für die Kinder bemüht, leuchtet er die Wände der Höhle auf der Suche nach Fledermäusen ab. „Fledermäuse sind das Einzige, was die Kinder von der Höhle in Erinnerung behalten werden“, meint er. Gespannt folgen die Kleinen dann auch dem Schein der Grubenlampe. Im "Korridor der Entdecker" liegt rechts vom Weg ein ausgezeichnet erhaltenes Skelett eines Höhlenbären, da das Höhlenklima eine konservierende Wirkung besitzt. Dagegen wurden die Teile des Skeletts, die zu Forschungszwecken aus der Höhle transportiert worden waren, draußen sofort von Bakterien angegriffen, was an der dunklen Verfärbung zu erkennen ist. Auf der anderen Seite des Ganges ist ein Längsschnitt von Sedimentschichten zu sehen, die sich gegen Ende der Eiszeit hier abgelagert haben. Der wohl schönste Teil der Wanderung führt durch den „Stalaktitenkorridor“ und den „Palastsaal“. Auf dem engen Weg treibt der Bergführer die Besucher zu einer Traube zusammen. Die Kinder nach vorne, die ganz Großen nach hinten. Erst dann beginnt er mit seinen Vorträgen und schaltet die Scheinwerfer an, die die Höhlenwände in den unterschiedlichsten Farbschattierungen erstrahlen lassen. Von der Decke hängen unzählige Stalaktiten, im Roten See haben sie die Form eines Leuchters angenommen und an den Wänden sind Stalaktiten und Stalagmiten zu Stalagnatensäulen verschmolzen, die wie zu Eis gefrorene Wasserfälle aussehen. Sie entstehen durch mit Kalkkarbonat angereichertes Regenwasser. Das Wasser löst aufgrund seines hohen Anteils an Kohlendioxid den Marmor auf und nimmt gleichzeitig wieder Kalkkarbonat (Marmor) auf. In den Höhlen fällt das Kalkkarbonat in Form von Kalzitkristallen aus, deren Formen so faszinierend sind.