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Hirschberg (Jelenia Góra) am Fuße des Riesengebirges

Unser Stadtbummel beginnt an der Turmbastei (Baszta Grodzka), die die Touristeninformation beherbergt. Besucher der Stadt können sich hier mit Informationsmaterial über Hirschberg (Jelenia Góra) eindecken und erhalten auf Wunsch auch einen kleinen Stadtplan, auf dem die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt eingezeichnet sind. Die Turmbastei stammt aus dem 15. Jahrhundert und war Teil der der mittelalterlichen Ringmauern von Hirschberg. Nur wenige Meter von hier entfernt steht der Burgturm aus dem Jahr 1584. Er ist der einzige erhaltene Teil des Burgtores. Von seiner einstigen Funktion als Teil der Verteidigungsanlagen der Stadt zeugen Schießscharten im oberen Teil des Turmes.

Rathaus von Jelenia Góra (Hirschberg)Polen Fotos
Rathausplatz von Hirschberg (Jelenia Góra). Fotos: Frank Hilbert

Wir gehen die ul. Grotzka in Richtung Rathausplatz. Er ist umgeben von Barock- und Renaissancehäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Von den reichen Verzierungen an den Fassaden haben nur wenige die Zeit überstanden. In den Häusern mit ihren Laubengängen haben die wohlhabenden Bürger der Stadt gelebt. Zu ihnen gehörten neben Gerbern, Händlern auch Tuchmacher und Kürschner. Heute laden in den Laubengängen zahlreiche Cafes zum Verweilen ein. In der Mitte des Rathausmarktes steht das klassizistische Rathaus, das 1747 nach Plänen von C. G. Hegemann vollendet wurde. Über dem Haupteingang ist folgende Inschrift in Latein zu lesen: „Urbem Boleslaus Distortus MCVIII Struxit“. Übersetzt heißt das: Boleslaus Schiefmund hat die Stadt 1108 erbaut. 1910 wurde das Rathaus mit den benachbarten Kaufmannshäuser, den so genannten Sachsenhäusern, durch einen Übergang – einer Art überdachter Brücke – verbunden.

Vom Rathausplatz zweigt die ul. Marii Konopnickiej ab, die in die verkehrsberuhigte Haupteinkaufsstraße ul. 1 Maja mündet. Links und rechts der beiden Straßen reihen sich Häuser aus den unterschiedlichsten Epochen aneinander: Barock- und Renaissancehäuser, Häuser aus der Gründerzeit und Jugendstilhäuser. Links von der ul. Marii Konopnickiej steht - ein wenig versteckt - die Pfarrkirche St. Erasmus und Pankratius. Das Gotteshaus stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde den Hirschberger Schutzheiligen gewidmet. Die gotische Kirche erhielt später im Inneren eine Ausstattung im Stil des Barock und der Renaissance. Den Blickfang bildet hier der 22 m hohe Barackaltar. Die Außenwände dagegen sind mit Inschriften geschmückt, die an Bürger der Stadt erinnern. Nur weniger Meter weiter auf der ul. Marii Konopnickiej passiert man das Schildauer Tor, von dem aber nur noch die Torpfeiler stehen. Geschmückt sind sie mit den Wappen der Stadt, Schlesiens und Preußens. Rechts vom Tor steht die St. Annakapelle. Sie wurde Anfang des 18. Jahrhunderts als Wehrkirche direkt an den Schildauer Wehrturm angebaut. Ihre ursprüngliche Funktion bezeugen Schießscharten an der Kirchenwand in der ul. Bankowa, der früheren Gerichtsgasse.

Schildauer Tor in Hirschberg (Jelenia Góra)
Schildauer Tor.

Vorbei geht es auf der ul. 1 Maja an der barocken St. Peter- und Paulskirche. Genutzt wird die Kirche von der russisch-orthodoxen Gemeinde. Davon zeugt das orthodoxe Kreuz über dem Kircheneingang. Wie inzwischen die meisten Kirchen in Hirschberg ist auch die russisch-orthodoxe Kirche tagsüber meistens geschlossen. An der linken Außenmauer befindet sich aber eine kleine Attraktion. Drei Sühnekreuze sind in die Außenwand der Kirche eingemauert. Verbrecher mussten sie als Buße für ihre Taten aufstellen. Geht man einige Meter weiter, gelangt man zur Gnadenkirche zum Hl. Kreuz, die an Stelle der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Marienkirche errichtet wurde. Die Bauarbeiten an der evangelischen Kirche wurden 1718 unter der Leitung des Baumeisters Martin Frantz abgeschlossen. Die pompöse aber außen schlichte Kirche beherbergt eine barocke Innenausstattung. Zu ihr gehören reich verzierte Emporen und illusionischte Polychromien (Wandmalereien) des böhmischen Malers Felix Anton Scheffler. Umgeben ist die Kirche von einem Park, der früher einmal als Friedhof diente. Daran erinnern die vielen zum Teil stark verfallenen Grüfte in der Friedhofsmauer.

In der ul. Muzealna befindet sich das Riesengebirgsmuseum (ca. 15 min. zu Fuß von der Gnadenkirche entfernt). Es beherbergt eine umfangreiche Glasausstellung, die aus 8.000 Ausstellungsstücken besteht. Daneben sind im Museum auch alte Waffen und im Garten des Museums eine alte Bauernkate zu bewundern.

Bewachter Parkplatz:
Ein bewachter Parkplatz befindet sich direkt im Zentrum in der ul. Grotzka, gleich neben der Touristinformation.

Karte

Landkarte von Polen mit Hirschberg (Jelenia Góra)

Wetter

Jelenia Góra, Polen

Wetter Polen Luftfeuchte:
(CC BY-SA 2.0: OpenWeatherMap)

Wirtschaft

Tourismus, Kurort

Einwohner

rund 87.000

Touristeninformation

Karkonoska Informacja Turystyczna
Plac Ratuszowy 6/7
58-500 Jelenia Góra
Tel.: +48 (0) 75 519509343
E-Mail: it@jeleniagora.pl

Karte

Hirschberg (Jelenia Góra), Plac Ratuszowy 6/7, 58-500
Hirschberg (Jelenia Góra), Plac Ratuszowy 6/7, 58-500 Jelenia Góra (Google Maps)