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Ausgegeben am
Freitag, dem 09.05.2008, um 22:41 Uhr.

Vom Rathausplatz zweigt die ul. Marii Konopnickiej ab, die in die verkehrsberuhigte Haupteinkaufsstraße ul. 1 Maja mündet. Links und rechts der beiden Straßen reihen sich Häuser aus den unterschiedlichsten Epochen aneinander: Barock- und Renaissancehäuser, Häuser aus der Gründerzeit und Jugendstilhäuser. Links von der ul. Marii Konopnickiej steht - ein wenig versteckt - die Pfarrkirche St. Erasmus und Pankratius. Das Gotteshaus stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde den Hirschberger Schutzheiligen gewidmet. Die gotische Kirche erhielt später im Inneren eine Ausstattung im Stil des Barock und der Renaissance. Den Blickfang bildet hier der 22 m hohe Barackaltar. Die Außenwände dagegen sind mit Inschriften geschmückt, die an Bürger der Stadt erinnern. Nur weniger Meter weiter auf der ul. Marii Konopnickiej passiert man das Schildauer Tor, von dem aber nur noch die Torpfeiler stehen. Geschmückt sind sie mit den Wappen der Stadt, Schlesiens und Preußens. Rechts vom Tor steht die St. Annakapelle. Sie wurde Anfang des 18. Jahrhunderts als Wehrkirche direkt an den Schildauer Wehrturm angebaut. Ihre ursprüngliche Funktion bezeugen Schießscharten an der Kirchenwand in der ul. Bankowa, der früheren Gerichtsgasse.
Vorbei geht es auf der ul. 1 Maja an der barocken St. Peter- und Paulskirche. Genutzt wird die Kirche von der russisch-orthodoxen Gemeinde. Davon zeugt das orthodoxe Kreuz über dem Kircheneingang. Wie inzwischen die meisten Kirchen in Hirschberg ist auch die russisch-orthodoxe Kirche tagsüber meistens geschlossen. An der linken Außenmauer befindet sich aber eine kleine Attraktion. Drei Sühnekreuze sind in die Außenwand der Kirche eingemauert. Verbrecher mussten sie als Buße für ihre Taten aufstellen. Geht man einige Meter weiter, gelangt man zur Gnadenkirche zum Hl. Kreuz, die an Stelle der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Marienkirche errichtet wurde. Die Bauarbeiten an der evangelischen Kirche wurden 1718 unter der Leitung des Baumeisters Martin Frantz abgeschlossen. Die pompöse aber außen schlichte Kirche beherbergt eine barocke Innenausstattung. Zu ihr gehören reich verzierte Emporen und illusionischte Polychromien (Wandmalereien) des böhmischen Malers Felix Anton Scheffler. Umgeben ist die Kirche von einem Park, der früher einmal als Friedhof diente. Daran erinnern die vielen zum Teil stark verfallenen Grüfte in der Friedhofsmauer.
In der ul. Muzealna befindet sich das Riesengebirgsmuseum (ca. 15 min. zu Fuß von der Gnadenkirche entfernt). Es beherbergt eine umfangreiche Glasausstellung, die aus 8.000 Ausstellungsstücken besteht. Daneben sind im Museum auch alte Waffen und im Garten des Museums eine alte Bauernkate zu bewundern.
Bewachter Parkplatz:
Ein bewachter Parkplatz befindet sich direkt im Zentrum in der ul. Grotzka, gleich neben der Touristinformation.
