Blick von der Schneekoppe

Die Sudeten laden zum Wandern und Skifahren ein.

Dom von Frauenburg

Wirkungsstätte des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Blick auf die Altstadt von Lublin

Die Stadt im Osten Polens strahlt italienisches Flair aus.



Gnezno (Gnesen)

Dom von Gniezno (Gnesen)
Panorama von Gniezno mit dem Dom. Foto: www.gniezno.home.pl Bereits in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts wurde Gnesen – begünstigt durch seine ideale Lage an der Wegscheide nach Russland, Mähren und Pommern - zum Regierungs- und Verwaltungszentrum des Staates der Polanen. Mitte des 10. Jahrhunderts gelang es dem Piastenfürsten Mieszko I. die einzelnen Stämme der Polanen zu einen. Im Jahr 966 folgte ein weiterer entscheidender Schritt für den jungen Staat: die Annahme des Christentums und damit die Stärkung der polischen Bedeutung. Der Taufakt selbst fand vermutlich in Gnesen statt, das nun Hauptstadt und Zentrum für Handel, Handwerk und Religion war. Die letztere fand ihren äußeren Ausdruck in monumentalen Bauwerken. Gegen 970 ließ Mieszko eine größere steinerne Kirche (Die erste christliche Kirche in Gnesen ist übrigens bereits im 9. Jahrhundert errichtet worden, also fast 100 Jahre vor der offiziellen Christianisierung des Landes), in der seine Frau Dabrowka beigesetzt wurde, sowie eine größere Burg mit Kapelle bauen. Weitere Ereignisse von politischer Tragweite fanden in Gnesen unter Boles³aw Chrobry, dem Sohn Mieszkos I., statt. Im Jahre 997 erlitt der Missionar Adalbert, ein Freund Kaiser Ottos III., bei den heidnischen Pruzzen den Märtyrertod. Der Überlieferung nach habe Chrobry seine sterblichen Überreste bei den Pruzzen gegen bares Gold eingetauscht und sie in Gnesen beisetzen lassen. Im Jahr 999 wurde Adalbert heilig gesprochen. Im selben Jahr verabredeten der Kaiser und der Papst in Rom die Gründung eines Erzbistums Gnesen, das als neues Zentrum der Mission im Osten das bisherige Zentrum Magdeburg ablöste. Im Jahr 1000 unternahm Otto III. mit seinem Gefolge eine Pilgerreise zur Grab des heiligen Adalbert und verkündet hier die Erhebung Gnesens zum Erzbistum. Das Treffen mit Boleslaw Chrobry am Grab des hl. Adalberts galt als die diplomatische Anerkennung Polens durch das Heilige Römische Reich und ging als „Akt von Gnesen“ in die Geschichte ein.

Eine eindrucksvolle Schilderung des Treffens in Gnesen findet sich in der Chronik von Thietmar von Merseburg, eines Zeitgenossen Chrobrys und Bischofs (Thietmar von Merseburg, Chronik, übertragen von Werner Trillmich. Ausgewählte Quellen zur Geschichte des Mittelalters; Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe Bd. 9, Darmstadt 1957). Allerdings liefert der Chronist kein objektives Bild von dem historischen Ereignis: Er stellt Polen und seinen Herrscher in einem äußerst ungünstigen Licht dar. Thietmars ungewöhnlich scharfe Kritik, Otto III. habe „einen Tributpflichtigen zum Herrscher gemacht“ sowie „deutsche Interessen verletzt“, wird nachvollziehbar, wenn man die Ursache für dessen offensichtliche Verbitterung in der Einschränkung der Macht des Erzbistums Magdeburg – Thietmars Bischofssitzes – zugunsten Gnesens, erkennt.
Im Jahr 1025 schließlich fand hier der Höhepunkt der Politik Chrobrys statt: seine Krönung zum ersten König von Polen. (Barbara Woyno)


Landkarte:

Landkarte Gniezno (Gnesen)

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Wirtschaft:

Tourismus

Einwohner:

ca. 70.000

Weiterführende Links

www.gniezno.home.pl


Touristeninformation:

Gniezno (Gnesen)
ul. Tumska 12
62-200  Gniezno
Tel.: +48 (0) 61 42841-00
E-Mail: turystyka@powiat-gniezno.pl
Internet: www.powiat-gniezno.pl

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