Blick von der Schneekoppe

Die Sudeten laden zum Wandern und Skifahren ein.

Dom von Frauenburg

Wirkungsstätte des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Blick auf die Altstadt von Lublin

Die Stadt im Osten Polens strahlt italienisches Flair aus.



Gdingen (Gdynia)
Foto: Frank Hilbert Der nördlichste Teil der Dreistadt Danzig-Zoppot-Gdingen war ein kleines kaschubisches Fischerdorf. Gdingen (Gdynia). Der Aufschwung für Gdingen begann in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, nachdem Gdingen wieder in polnisches Eigentum übergegangen war. Polen, das im Rahmen des Versailler Vertrages seine Unabhängigkeit gewonnen hatte, besaß zwar einen Zugang zur Ostsee, aber keinen Hafen. Deshalb beschloss die polnische Regierung 1922 den Ausbau des Fischerdorfes Gdingen zu einer Hafenstadt.


Die Bauarbeiten gingen in einem solchen Tempo vonstatten, dass bereits 1923 ein provisorischer Hafen in Betrieb genommen werden konnte. 1924 begann Polen mit dem Bau eines modernen Hafens, über den beinahe der gesamte polnische Handels- und Passagierverkehr abgewickelt werden sollte. 1926 erhielt Gdingen das Stadtrecht und bis zur Besetzung der Stadt durch deutsche Truppen 1939 entstand eine moderne Großstadt, deren Architektur durch das Bauhaus geprägt worden war, mit runden Fassaden, klaren Linien und großen Fenstern.

Der Hafen bestand aus acht Hafenbecken (heute 11). Eines der Zentren des Hafens war der Meereshof, der in den Jahren 1932 bis 1933 nach Plänen der Architekten Dyckerhoff und Widman aus Katowice an der Passagiermole gebaut wurde. Hier legten die polnischen Passagierschiffe an, von denen die polnische Flotte vor dem II. Weltkrieg sieben besaß. Die stolzesten waren die Pi³sudski und ihr Schwesterschiff M. S. Batory.

Die deutschen Besatzer gaben Gdingen den Namen Gotenhafen und nutzten den Hafen als Marinestützpunkt und für die Reparatur ihrer Kriegsschiffe. Wegen seiner strategischen Bedeutung bombardierten die Alliierten die Stadt während des Krieges mehrmals. Was kurz vor Kriegsende noch intakt war, sprengten die Deutschen vor ihrem Abzug in die Luft. In der Hafeneinfahrt versenkte die Besatzung des Schlachtschiffes "Gneisenau" ihr Schiff. Mit der Aktion wollte sie den Vormarsch der Roten Armee erschweren. Die Nachkriegszeit war geprägt durch den Wiederaufbau der Stadt und des Hafens. Durch den Hafen, das geschäftigen Treiben bildet Gdingen einen interessanten Kontrast zum museal-kulturellen Danzig.

Die Südmole bildet die Verlängerung der Hauptstraße. Die Mole begrenzt das südliche Hafenbecken, das Präsidentenbecken. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt der ehemalige Zerstörer B³yskawica. Die B³yskawica war eine von vier Torpedozerstörern unter polnischer Flagge, die während des II. Weltkriegs auf der Seite der Alliierten gegen Deutschland kämpften.

Gleich hinter dem Kriegsschiff liegt die Dar Pomorze am Kai - ein Dreimaster, der 1909 in Hamburg gebaut worden ist. Sie diente von 1930 bis 1981 als Schulschiff der Marineakademie. Seit 1983 liegt sie an der Südmole und beherbergt ein Museum.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:
  • Marienkirche in der ul. Swietojanska
  • Denkmal für die Dezemberopfer in der ul. Czechoslowacka
  • Die ul. Swietojanska ist mit ihren unzähligen Geschäften die Haupteinkaufsmeile von Gdingen.
  • Oxhöft mit der Garnisonskirche, der Marineakademie und einer kleinen Kirche, deren Geschichte bis in das 13. Jahrhundert zückreicht.
  • Steinberg (Kamienna Góra, im Osten der Stadt) mit seinen vielen Villen
  • Marineakademie - Lehrstuhl für Navigation, erbaut zwischen 1938 und 1939, Al. Zjednoczenia 3 (Südmole)
  • Ozeanographisches Museum und Meeresaquarium (Muzeum Oceanograficzne i Akwarium Morskie), Al. Zjednoczenia 1 (Südmole)

(Frank Hilbert)


Landkarte:

Landkarte von Polen mit Gdingen

Wetter:



Wirtschaft:

Hafen und Marinebasis, die größten Werften des Landes sind in Gdingen angesiedelt, Herstellung von Metallwaren, Maschinen und Konserven

Einwohner:

254.000


Bildung:

Marineakademie (Akademia Marynarki Wojennej im. Bohaterów Westerplatte), Hochschule für Seefahrt (Akademia Morska w Gdyni)

Flughafen:

Flughafen Danzig

Weiterführende Links

www.gdynia.pl
www.amw.gdynia.pl (Marineakademie)
www.am.gdynia.pl (Hochschule für Seefahrt)

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