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Ausgegeben am
Montag, dem 12.05.2008, um 11:18 Uhr.

Der Hafen bestand aus acht Hafenbecken (heute 11). Eines der Zentren des Hafens war der Meereshof, der in den Jahren 1932 bis 1933 nach Plänen der Architekten Dyckerhoff und Widman aus Katowice an der Passagiermole gebaut wurde. Hier legten die polnischen Passagierschiffe an, von denen die polnische Flotte vor dem II. Weltkrieg sieben besaß. Die stolzesten waren die Pi³sudski und ihr Schwesterschiff M. S. Batory.
Die deutschen Besatzer gaben Gdingen den Namen Gotenhafen und nutzten den Hafen als Marinestützpunkt und für die Reparatur ihrer Kriegsschiffe. Wegen seiner strategischen Bedeutung bombardierten die Alliierten die Stadt während des Krieges mehrmals. Was kurz vor Kriegsende noch intakt war, sprengten die Deutschen vor ihrem Abzug in die Luft. In der Hafeneinfahrt versenkte die Besatzung des Schlachtschiffes "Gneisenau" ihr Schiff. Mit der Aktion wollte sie den Vormarsch der Roten Armee erschweren. Die Nachkriegszeit war geprägt durch den Wiederaufbau der Stadt und des Hafens. Durch den Hafen, das geschäftigen Treiben bildet Gdingen einen interessanten Kontrast zum museal-kulturellen Danzig.
Die Südmole bildet die Verlängerung der Hauptstraße. Die Mole begrenzt das südliche Hafenbecken, das Präsidentenbecken. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt der ehemalige Zerstörer B³yskawica. Die B³yskawica war eine von vier Torpedozerstörern unter polnischer Flagge, die während des II. Weltkriegs auf der Seite der Alliierten gegen Deutschland kämpften.
Gleich hinter dem Kriegsschiff liegt die Dar Pomorze am Kai - ein Dreimaster, der 1909 in Hamburg gebaut worden ist. Sie diente von 1930 bis 1981 als Schulschiff der Marineakademie. Seit 1983 liegt sie an der Südmole und beherbergt ein Museum.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind:(Frank Hilbert)
