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Ausgegeben am
Donnerstag, dem 02.09.2010, um 20:08 Uhr.

Der Hafen bestand aus acht Hafenbecken (heute 11). Eines der Zentren des Hafens war der Meereshof, der in den Jahren 1932 bis 1933 nach Plänen der Architekten Dyckerhoff und Widman aus Katowice an der Passagiermole gebaut wurde. Hier legten die polnischen Passagierschiffe an, von denen die polnische Flotte vor dem II. Weltkrieg sieben besaß. Die stolzesten waren die Piłsudski und ihr Schwesterschiff M. S. Batory.
Die deutschen Besatzer gaben Gdingen den Namen Gotenhafen und nutzten den Hafen als Marinestützpunkt und für die Reparatur ihrer Kriegsschiffe. Wegen seiner strategischen Bedeutung bombardierten die Alliierten die Stadt während des Krieges mehrmals. Was kurz vor Kriegsende noch intakt war, sprengten die Deutschen vor ihrem Abzug in die Luft. In der Hafeneinfahrt versenkte die Besatzung des Schlachtschiffes "Gneisenau" ihr Schiff. Mit der Aktion wollte sie den Vormarsch der Roten Armee erschweren. Die Nachkriegszeit war geprägt durch den Wiederaufbau der Stadt und des Hafens. Heute ist Gdingen eine pulsierende Großstadt, das durch seinen Hafen und das geschäftige Treiben in seinen Straßen einen interessanten Kontrast zum museal-kulturellen Danzig bildet.
Sehenswürdigkeiten
Ein Muss beim Stadtbummel durch Gdingen ist die Südmole. Sie begrenzt das südliche Hafenbecken, das Präsidentenbecken. Zu den Sehenswürdigkeiten an der Südmole zählt der ehemalige Zerstörer Błyskawica. Die Błyskawica war eine von vier Torpedozerstörern unter polnischer Flagge, die während des II. Weltkriegs an der Seite der Briten gegen Deutschland gekämpft hatten.
Gleich hinter dem Kriegsschiff liegt die Dar Pomorze am Kai - ein Dreimaster, der 1909 in Hamburg gebaut worden ist. Die Dar Pomorze diente von 1930 bis 1981 als Schulschiff der Marineakademie. Seit 1983 liegt sie an der Südmole und beherbergt ein Museum. (fh)
Weitere Sehenswürdigkeiten sind: