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Ausgegeben am Mittwoch, dem 23.05.2012, um 17.57 Uhr.


Gdingen (Gdynia) - Orłowo (dts. Adlershorst)


Fischer ziehen in Orlowo ein Boot an Land.
Fischer ziehen am Strand von Orlowo ein Boot an Land. Foto: Frank Hilbert Orłowo (dts. Adlershorst) ist ein südicher Stadtteil von Gdingen (Gdynia) mit einem breiten Strand und einer kleinen Seebrücke. Von der See aus gesehen dominiert die Steilküste nördlich der Seebrücke den kleinen Ort, das Kliff. Die Polen schwärmen von diesem unscheinbaren Ort wegen der reizvollen Landschaft.  


Am Strand, gleich neben der Seebrücke, ziehen die Fischer jeden Morgen ihre Boote mithilfe von Muskelkraft ihre Boote - wie auf dem Foto zu sehen ist - auf den Strand. Mit ein wenig Glück kann man auch den Fischern beim Flicken ihrer kleinmaschigen Netze zuschauen.

Nicht weit von dem Platz fließt das Flüsschen Kacza ins Meer und ganz in der Nähe steht das Haus Zeromski. In der ehemaligen Fischerhütte lebte in den 20er Jahren der bekannte polnische Schriftsteller Stefan Zeromski (1864 bis 1925). Hier schrieb er seinen Roman „Wiatr od morza” (Der Seewind). Das Haus wird von der Gesellschaft der Freunde von Orłowo betreut und enthält Ausstellungsstücke, die an den Literaten erinnern. Im Sommer 2007 war es jedoch geschlossen, weil umfangreiche Renovierungsarbeiten vorgenommen wurden.

In den 30er Jahren wurde in Orłowo die Strandpromenade gebaut, unterhalb der im Sommer das Stadttheater auf einer Strandbühne vor der faszinierenden Kullisse von Meer und Steilküste die Theaterfreunde begeistert.

Orłowo erreichen Sie bequem mit der Städtischen Schnellbahn, die zwischen Danzig und Wejherowo verkehrt. Steigen Sie an der Station Gdynia Orłowo aus. Vom Zentrum von Gdynia erreichen Sie Orłowo auch mit dem Touristenbus Nr. 500. Der Touristenbus fährt direkt bis zur Seebrücke. Die dritte Möglichkeit ist eine Wanderung von der Südmole in Gdynia nach Orłowo. Die eineinhalbstündige Wanderung führt Sie am Strand entlang. Auf der Landseite erstrecken sich die Hochredlauer Lichtung und später die Hochedlauer Kämpe. Biegen Sie einmal in den 1938 gegründeten Naturpark Hochredlauer Kämpe ab. Er erstreckt sich über ein Gebiet von 110 Hektar. (Frank Hilbert) 

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