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Ermland und Masuren in Polen

Die gesamte Landschaft im Nordosten Polens (Masuren und die angrenzenden Regionen Warmia (Ermland) und Suwałki) ist von tiefen Wäldern, weiten Wiesen und Äckern und kristallklaren Seen geprägt. Hier und da finden sich weit verstreut kleine Dörfer und Gehöfte, die Straßen münden in prächtigen, von alten Bäumen umsäumten Chausseen.

Bootssteg an einem See in MasurenPolen Fotos
Bootssteg an einem See in Masuren. Foto: Frank Hilbert

Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt auf dem 80 km langen Oberlandkanal (Elbląg-Ostróda-Kanal). Der im 19. Jahrhundert gebaute Kanal überwindet einen Höhenunterschied von fast 100 Metern mithilfe einer technischen Raffinesse: Die Schiffe werden auf Schienen über Land transportiert.

Zu den sehenswerten Städten Ermlands gehören Allenstein (Olsztyn), die Hauptstadt der Region, sowie Frauenburg (Frombork) am Frischen Haff, wo ein Museum an das Wirken von Nikolaus Kopernikus erinnert. Von Frombork aus kann man einen Tagesausflug mit dem Tragflächenboot nach Kaliningrad machen. Deutsche Staatsbürger benötigen jedoch für die Einreise nach Russland ein Visum. Die Touristeninformation in Frombork erledigt die Einreiseformalitäten (2-3 Tage vorher anmelden!).

Wenige Kilometer weiter östlich, gleich hinter Braunsberg (Braniewo), wartet eine weitere historische Attraktion: die alte und mittlerweile sehr holprige Reichsautobahn 1, auf der man immer noch das alte Königsberg - das heutige Kaliningrad - erreichen kann.

Wer Ritterburgen mag, sollte die im 13./14. Jahrhundert vom Deutschen Kreuzritterorden errichtete Marienburg (Malbork) besuchen. In Rastenburg (Kętrzyn) kann man (auch mit deutscher Führung) die Ruinen der "Wolfschanze", des ehemaligen Hitler-Hauptquartiers besichtigen kann.

Ein weiteres interessantes Ausflugsziel ist die barocke Wahlfahrtskirche Heilige Linde (Swięta Lipka), eine Niederlassung des Jesuitenordens. Jeden Tag werden in regelmäßigen Zeitabständen kurze Konzerte auf der berühmten Orgel mit beweglichen Figuren gegeben. Die überaus geschäftigen und offenen Jesuitenpater, die zur Erhaltung ihrer Kirche eine kleine Tourismusindustrie aufgebaut haben, freuen sich über die (an manch schönen Sommertagen nicht abreißenden) Besucherströme und sind immer zu einem Plausch aufgelegt.

Auf seinen Erkundungs-Touren trifft der Reisende noch auf jede Menge alte, zum Teil stark verfallene preußische Schlösser. Eines davon ist das Schloss des Grafen von Lehndorff, das sich am Mauersee (Jezioro Mamry) bei Steinort (Sztynort) erhebt. Über den kauzigsten Schlossherrn, Carol Lehndorff, der seine Bude verrumpeln zu ließ und deftige Saufgelage abhielt, finden sich viele lustige Geschichten in den Erinnerungen von Marion Dönhoff oder Alexander zu Dohna-Schlobitten.

Einen Hauch des Exotischen bietet die kleine Ortschaft Eckertsdorf (Wojnowo). Hier steht das Kloster und die Kirche der "der heiligen Dreifaltigkeit und des Erlösers" der russisch-orthodoxen Altgläubigen. Anfang des 19. Jahrhunderts flohen sie aus Russland vor der Verfolgung und ließen sich in Eckertsdorf nieder, wo sie eine kleine russische Kolonie bildeten.

Naturliebhaber, die nur entspannen wollen, finden in Masuren ein wahres Refugium. Große Teile der Region sind als Natur- oder Nationalparks ausgewiesen. Viele seltene Tiere und Pflanzen haben dort ihre geschützten Lebensräume.

Auch wenn man "unorganisiert" reist, findet man unterwegs genügend Übernachtungsmöglichkeiten für Individualtouristen. Unterkommen kann man nicht nur in teuren Hotels, sondern auch in preiswerteren kleinen Pensionen, Ferienhäusern oder auf Bauernhöfen oder Campingplätzen. Auf einem der zahlreichen Gestüte kann man sich ein Pferd ausleihen und einen schönen Tag zu einem Reitausflug nutzen. Auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad lässt sich die Gegend wunderbar erkunden. Wo sonst kann kilometerweit wandern, ohne einer Menschenseele zu begegnen? Gerade die schönsten Dinge sieht und erlebt man auf den Nebenstrecken, abseits der üblichen "Trampelpfade".

Und sollte der Besucher erst im Spätsommer oder Anfang September nach Masuren kommen, darf er ein einzigartiges Naturschauspiel nicht verpassen: Scharen von Störchen, die sich vor ihrem Abflug in den Süden auf den Wiesen versammeln. Ein garantiert unvergessener Anblick! (fh)

Karte

Landkarte von Polen mit Ermland und Masuren

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(CC BY-SA 2.0: OpenWeatherMap)

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Informacja Turystyczna w Mikołajkach
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11-730 Mikołajki
Tel.: +48 (0) 87 4216850
E-Mail: it@mikolajki.pl

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Nikolaiken (Mikołajki), Plac Wolności 7, 11-730
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