Blick von der Schneekoppe

Die Sudeten laden zum Wandern und Skifahren ein.

Dom von Frauenburg

Wirkungsstätte des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Blick auf die Altstadt von Lublin

Die Stadt im Osten Polens strahlt italienisches Flair aus.



Störche im Nest mit ihren Jungen
Foto: Frank Hilbert Die Weiterfahrt auf der von alten Bäumen gesäumten Straße ist nicht erlaubt. Durchfahrt verboten. Wenige Meter hinter dem Verkehrsschild verläuft die Grenze nach Russland. Stattdessen weist ein Wegweiser nach links in Richtung eines kleinen Dorfes. Zywkowo, das Dorf der Störche. Jeder fünfte Storch auf der Welt verbringt die Brutzeit in Polen. 40.000 sind es, die in das Land zwischen Oder und Bug kommen. Von ihnen leben die meisten im Nordosten. Allein im ermländischen Zywkowo sind es 150 Störche. Im Durchschnitt fünf Nester pro Bauernhof. Wie viele es genau sind, ist auf Tafeln vor jedem Gehöft zu lesen. Peinlich genau ist auf ihnen die Zahl der Nester sowie der Alt- und Jungtiere verzeichnet.


Das Dorf ist Teil eines Projektes des Bundes für Vogelschutz in Nordpodlachien, das den Schutz von Weißstörchen zum Ziel hat. Mithilfe von Fördergeldern wurden die Dächer repariert, auf denen die Störche brüten. Ein Aussichtsturm wurde errichtet, von dem Naturfreunde die Störche in ihren Nestern beobachten und fotografieren können. Nur wenige Meter von der Aussichtsplattform entfernt thront das erste Nest auf einem Giebel, in dem ein Storch mit seinen beiden Jungen hockt. Die Menschen in ihrer Nähe nehmen die Störche gelassen hin. Sie ignorieren sie einfach.

Im Bauernhaus am Fuße des Turmes verkauft eine junge Frau Andenken, Infobroschüren und zeigt den Besuchern eine kleine Ausstellung über die Weißstörche. „15 Minuten von hier können Sie die Störche auch auf den Wiesen auf der Suche nach Nahrung beobachten“, sagt sie. Durch die Folgen der Intensivierung der Landwirtschaft sind in Westeuropa die Störche fast vollständig verschwunden. Damit nicht auch hier den Störchen die Lebensgrundlage entzogen werden, sollen die kleinen Teiche und Tümpel zwischen den Feldern, in denen die Störche auf Nahrungssuche gehen, erhalten bleiben. Aber auch die Dorfbewohner sollen von dem Projekt des Bundes für Vogelschutz profitieren. Die Störche sind die Attraktion, die Touristen anlocken sollen. Fremdenverkehr als – neben der Landwirtschaft – zweite Einnahmequelle für die Menschen. (Frank Hilbert)



Sehenswürdigkeit:

Bund für Vogelschutz in Nordpodlachien (Sekretariat PTOP)
ul. Ciep³a 17
15-471  Bia³ystok
Tel.: +48 (0) 85 6642255
Fax: +48 (0) 85 6642255
Internet: www.ptop.org.pl

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