Blick von der Schneekoppe

Die Sudeten laden zum Wandern und Skifahren ein.

Dom von Frauenburg

Wirkungsstätte des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Blick auf die Altstadt von Lublin

Die Stadt im Osten Polens strahlt italienisches Flair aus.



Das Kloster Springborn
Fotos: Frank Hilbert Auf dem Weg von Reszel (Rössel) nach Lidzbark Warminski (Heilsberg) führt der Weg durch Stoczek (Springborn), ein unscheinbares Dorf im Ermland. Nur ein kleines Schild verweist auf eine Sehenswürdigkeit nördlich des Dorfes, den Wallfahrtsort „Maria Mutter des Friedens“. Arkadengänge umgeben das Kloster der Marianer, über die ein Rundbau mit einem Kuppeldach ragt. Es ist der älteste Teil der Klosterkirche, die zwischen 1639 und 1641 im Auftrag des ermländischen Bischofs Mikolaj Szuyszkowski erbaut wurde.

Springborn: Zelle, in der Stefan Kardinal Wyszynski interniert warDer Wallfahrtsort Springborn dürfte inzwischen auch in Deutschland bekannt sein. In dem Film „Karol“ über den polnischen Papst Johannes Paul II., der 2006 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde, hat das Kloster seinen Platz gefunden. Die kommunistische Regierung Polens hatte das Kloster 1952 beschlagnahmt und am 12. Oktober 1953 den damaligen Primas von Polen, Stefan Kardinal Wyszynski, hier inhaftiert. Soldaten bewachten das Kloster in Springborn. Stacheldraht krönte die Klostermauer. Betreut wurde Wyszynski von einer Nonne, die ihn im Auftrag der Regierung bespitzelte. Der Primas von Polen wusste nicht, dass er im Kloster Springborn interniert war. An die Zeit im Gefängnis erinnern heute nur noch die beiden Räume, in denen der Wyszinski lebte. Besucher können sie und einige persönliche Gegenstände des Primas besichtigen.



Der Wallfahrtsort Springborn

Der Legende nach hatten zwei Mädchen bei der Heuernte eine Marienfigur aus Elfenbein in einer hohlen Eiche gefunden. Die Dorfbewohner trugen die Figur in ihr Dorf, doch in der Nacht war die Figur an ihren Platz in der Eiche zurückgekehrt. Daraufhin stellte sie der Pfarrer von Kiwitten in der Pfarrkirche auf. Doch auf wundersame Weise verschwand die Marienfigur wieder über Nacht und kehrte an ihren Platz in der Eiche zurück. Daraufhin ließen die Pfarrer dort, wo die Eiche stand, eine kleine Kapelle errichten, die sich in der Folgezeit zu einem Wallfahrtsort entwickelte. Nach dem dreißigjährigen Krieg errichtete der ermländische Bischof eine Kirche als „Friedenstempel der allerheiligsten Jungfrau Maria zu Springborn“. Geweiht wurde sie am 16. Juli 1700. Zwischen 1666 und 1711 wurden Holzgebäude, die als Kloster dienten, durch Häuser aus Stein ersetzt. Es entstanden außerdem die Kreuzgänge um die Kirche. Im Sommer 2006 sind Arbeiter mit der Restaurierung der Kreuzgänge beschäftigt. Der Putz ist bis in Hüfthöhe abgeklopft. Der Osteingang zur Kirche ist geschlossen. Besucher müssen durch die Kreuzgänge gehen, um zum Westeingang der Kirche zu gelangen. Zentrum der Kirche in Springborn ist das Gnadenbild „Maria Mutter des Friedens“, das Maria mit dem Jesuskind zeigt. Ihre Kleider sind aus Silber gefertigt. Am 19. Juni 1983 hatte Johannes Paul II. während seines zweiten Besuches als Papst in Polen das Gnadenbild in Tschenstochau (Czesochowa) gekrönt. (Frank Hilbert)



Sehenswürdigkeit:

Wallfahrtsort "Maria Mutter des Friedens"
Stoczek Klasztorny 30
11-106  Kiwity
Tel.: +48 (0) 89 7660911
Internet: www.stoczek.pl/de

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