Blick von der Schneekoppe

Die Sudeten laden zum Wandern und Skifahren ein.

Dom von Frauenburg

Wirkungsstätte des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Blick auf die Altstadt von Lublin

Die Stadt im Osten Polens strahlt italienisches Flair aus.



Oberlandkanal
Foto: Polnisches Fremdenverkehrsamt Seine wirtschaftliche Bedeutung hat der Oberlandkanal längst verloren. Seine Anziehungskraft für Touristen ist dagegen ungebrochen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde  der Kanal gebaut. Für  die damalige Zeit stellte er eine technische Meisterleistung dar. Zwischen Anfang und Ende des 81 km langen Kanals musste eine Höhenunterschied von 100 m überwuden werden. Dazu wären Schleusensysteme mit 32 Kammern notwendig gewesen. Das hätte die Kosten für den Bau gesprengt.


Aus diesem Grund entwickelte der Königsberger Baurat Georg Steenke ein System, bei dem die Schiffe auf Rollwagen  über Land gezogen werden. An den Höhenunterschieden, den  Rollbergen, wurden parallel verlaufende Schienstränge verlegt. Auf jedem Schienenstrang läuft ein Rollwagen, die beide durch ein Stahlseil miteinander verbunden sind. Das Seil wird am Oberlauf des "Rollberges" durch ein Maschinenhaus geführt und umgelenkt. Insgesamt gibt es fünf Rollberge.

68 PS reichen für den Antrieb aus

Steenke hat ein System entwickelt, das kaum zustätzlich Energie benötigt. Die beiden Rollwagen fahren gleichzeitig in entgegengesetzte Richtungen. Dabei zieht der nach unten rollende Wagen den zweiten Wagen durch sein Gewicht nach oben. Die Umlenkräder im Maschinenhaus werden mithilfe von Wasserkraft angetieben. 68 PS reichen für den Antrieb der Seile aus. Die Rollwagen sehen wie kleine Schwimmdocks auf Rädern aus, in die die Schiffe hineinfahren.

Aufgrund der technischen Schwierigkeiten, dauerte der Bau des Kanals rund  30 Jahre. Baubeginn war am 28. Oktober 1844. Die Ingenieure mussten die Wasserspiegel mehrerer Seen absenken. Der Kanal kostete Preußen, zu dem das Gebiet damals gehörte, 5,5 Millionen Mark. Doch der Aufwand für den Ausbau der Infrastruktur lohnte sich. Durch den Kanal verkürzte sich der Transport von Holz und landwirtschaftliche Produkten aus dem Oberland zu den Ostseehäfen um das Fünffache.

Heute ist der Kanal eine Touristenattraktion. Fahrten auf dem Kanal bietet die Ostróda-Elbląg-Reederei vom 1. Mai bis 30. September an. Sie dauern zwischen zwei und 11 Stunden. Nähere Informationen über die Abfahrtszeiten und Preise erfahren Sie auf der Website der Reederei. (Frank Hilbert)

Sehenswürdigkeit:

Ostróda-Elbląg-Reederei
ul. Mickiewicza 9a
14-100  Ostróda
Tel.: +048 (0) 801 350900
E-Mail: inf@zegluga.com.pl
Internet: www.zegluga.com.pl

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