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Ausgegeben am
Samstag, dem 04.07.2009, um 06:46 Uhr.

Heute versucht man leider vergebens den Glanz und die besondere Atmosphäre des früheren kunsthistorischen „Schmuckkästchens“, wie man Elbing noch in der Vorkriegszeit nannte, aufzuspüren. Fast 100 Prozent der historischen Bausubstanz Elbings wurde in den Kämpfen des Zweiten Weltkriegs dem Erdboden gleichgemacht. Zwar hat man versucht, den Stadtkern in Anlehnung an die historische Architektur wiederaufzubauen, jedoch sind die Fassaden der stilisierten Häuserreihen schmucklos und ohne individuellen Charakter geblieben. Zwischen den wenigen restaurierten Straßenzügen klaffen immer noch große urbane Lücken, so dass die Stadt insgesamt einen tristen, seltsam unharmonischen Eindruck macht. (bw)
Sehenswürdigkeiten:
Markttor (Brama Targowa): letztes Überbleibsel der Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert.
Ko¶ció³ ¶w. Miko³aja (Nikolaikirche): Diese wuchtige gotische Pfarrkirche stammte aus dem 13. Jahrhundert. Einst stand sie exakt im (historischen) Zentrum von Elbing. Sie ist die größte Kirche des Bistums Warmia (Ermland). Ihr Turm ist 96 Meter hoch. Zu den wertvollsten Kunstschätzen in ihrem Inneren zählen ein Triptichon aus dem Jahr 1510 sowie ein Taufbecken von 1387.
