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Ausgegeben am Donnerstag, dem 23.05.2013, um 17.50 Uhr.


Danzig (Gdańsk) - Oliva


Palast der Äbte in Danzig Oliva
Palast der Äbte in Danzig Oliva. Foto: Frank Hilbert Im Jahr 1186 gründete Herzog Sambor I. von Pomerellen das Zisterzienserkloster von Oliva. Der Stadtteil von Danzig ist heute für sein gotisches Zisterzienserkloster und die prächtige Kathedrale mit ihrer barocken Innenausstattung bekannt. Musikfreunde schätzen den Klang der zwischen 1763 und 1788 erbauten Orgel. Das Instrument stammt aus der Werkstatt von Johann Wulf und Friedrich Rudolf Dalitz. Das Orgelsprospekt im Stil des Rokoko haben die Zisterzienser in ihrer Klosterwerkstatt hergestellt.


Die Zisterzienser kamen, nachdem sie sich im 12. Jahrhundert hier angesiedelt hatten, schnell zu Wohlstand. Einen Teil ihres Reichtums verdankten sie der Landwirtschaft, die sie nach für damalige Zeit fortschrittlichen Anbaumethoden betrieben. Der Abteispeicher, in dem die Zisterzienser Getreide lagerten, steht noch heute neben der Kathedrale. Es beherbergt heute das Ethnographische Museum.
Nach der Unterzeichnung des Zweiten Thorner Friedens 1466 gehörte Westpommern mit Danzig und Oliva zum katholischen Königreich Polen. 1529 hielten die Danziger in der Marienkirche ihren ersten evangelischen Gottesdienst ab. Damit hatte sich in der Hansestadt die Reformation durchgesetzt. Oliva dagegen wurde ein Zentrum der Gegenreformation. Das dankte ihnen der polnische König mit zahlreichen Schenkungen.

1926 wurde Oliva Bischofssitz und in die Stadt Danzig eingemeindet. Um die Klosteranlagen bauten sicht wohlhabende Danziger Bürger prachtvolle Villen, von deren Schönheit sich Besucher auf einen Spatziergang überzeugen können. Nach dem II. Weltkrieg, nach der Flucht bzw. Vertreibung der deutschen Bevölkerung, zogen viele aus dem Osten vertriebene Polen in die Villen ein. Unter ihnen waren auch die Eltern des heute weit über die Grenzen Polens bekannten Schriftstellers Stefan Chwin ("Die Gouvernante", "Der Tod in Danzig"). Sein Vater stammte aus Lemberg und seine Mutter war aus dem völlig zerstörten Warschau nach Oliva gekommen. (Frank Hilbert)

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Sehenswürdigkeit:

Kathedrale von Oliva
Cystersów 15
Tel.: +48 (0) 58 55200-51
Anmerkung:
Orgelvorführungen:
Mo bis Sa 12 Uhr, von Juni bis August außerdem auch um 11, 13, 15 und 16 Uhr
So 15 Uhr, von Juni bis August außerdem auch um 16 und 17 Uhr

Touristeninformation:

Gdańsk
ul. Długa 45
80-861  Gdańsk
Tel.: +48 (0) 58 3019151
Fax: +48 (0) 58 3016096
E-Mail: biuro@pttk-gdansk.pl
Internet: www.pttk-gdansk.pl

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