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Ausgegeben am Mittwoch, dem 23.05.2012, um 2.19 Uhr.

Umgeben ist der Turm von einem kranzförmigen Mauerwerk mit Unterkünften für Offiziere. Errichtet wurde das Mauerwerk zwischen 1562 und 1563. Die Offiziersunterkünfte, 15 schmale Häuser, entstanden im 17. Jahrhundert. Zwischen 1562 und 1563 ließen die Danziger ein Festungswerk nach den Plänen von Antonius von Obbergen und Stadtbaumeister Hans Strakofski errichten. Im 17. Jahrhundert wurde das Festungswerk durch eine Schanze nach holländischem Vorbild erweitert. Das äußere Festungswerk besteht aus einem Fort Carr� und einer Schanze mit fünf Basteien.
Alte Wasserleitungen aus Holz.In ihrer Geschichte war die Festung Weichselmündung oft Schauplatz von Kämpfen. 1577 belagerte König Stefan Batory mit seinen Truppen die Festung erfolglos. Während der Schlacht von Oliva im Jahr 1627 beschossen die Schweden die Festung von See aus. 1734 erfolgte ein Angriff der russisch-sächsischen Armee. 1793 und 1814 rannten die Preußen gegen die Festungsmauern an und 1806 war es die napoleonische Armee, die die Festung angriff. Zeitweise diente sie auch als Stützpunkt für die polnische Flotte. Zwischen 1626 und 1629 lagen die polnischen Kriegsschiffe hier im Schutz der Kanonen vor Anker. Das hielt die Schweden 1628 jedoch nicht davon ab, die Schiffe mit Bodentruppen und Geschützen anzugreifen und die „Zołty Lew“ (Gelber Löwe) sowie die „Swięty Jerzy“ (Heiliger Georg) zu versenken.
Bastion am inneren Festungswerk.Ende des 18. Jahrhunderts verlor die Festung ihre strategische Bedeutung. Am gegenüberliegenden Ufer der Weichsel befanden sich ebenfalls Verteidigungsanlagen, die abgerissen wurden. Die Verteidigung der Weichselmündung übernahmen die Festungen Weichselmündung und die Möwenschanzen. Im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts diente die Festung als Gefängnis für politische Gefangene. Zwischen den Kriegen war sie das Zuhause eines Seglervereins. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Festungsbau beschädigt und war zunächst dem Verfall preisgegeben. Erst seit 1974 gehört die Anlage zum Historischen Museum der Stadt Danzig. Inzwischen ist die Festung in die Liste der 100 der am meisten bedrohten Denkmäler der Welt des World Monuments Watch aufgenommen worden und wird aufwendig restauriert. (Frank Hilbert)