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Ausgegeben am Mittwoch, dem 23.05.2012, um 2.56 Uhr.
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Die Geschichte des Dominikanermarktes:
Am 5. August 1260, dem Tag des heiligen Dominikus, gewährte Papst Alexander IV. dem Danziger Dominikanerorden ein Ablassprivileg, der den Grundstein für den seitdem alljährlich im August abgehaltenen Dominikanermarkt bildete. Ursprünglich fand der Markt auf einem Marktgelände in der Nähe der vom Dominikanerorden im 12. Jahrhundert gegründeten Nikolaikirche – der ältesten Kirche Danzigs – statt. Er bot viele Attraktionen und war ein Anziehungspunkt für zahlreiche Händler aus dem In- und Ausland sowie Schauspieltruppen, Gaukler und andere Straßenkünstler.
Dominikanerpater
Obwohl sich der Großhandel heutzutage woanders abspielt, hat sich die Tradition des Markts, der von den Danzigern liebevoll „Dominik“ genannt wird, nichtsdestotrotz bis 1944 und nach dem Zweiten Weltkrieg ab 1972 fortgesetzt. In den ersten Augusttagen wird er mit dem symbolischen Einzug der Rats- und Magistratsherren, begleitet von Blasmusik, in die Stadt eröffnet. Hierfür verkleiden sich Vertreter der Stadtverwaltung in historische Kostüme. Immer dabei ist auch ein Dominikanerpater.
Mittlerweile ist der Markt zu einer echten Touristenattraktion geworden und zieht alljährlich Menschenströme an. In der ganzen Altstadt sind Stände mit kunstgewerblichen Gegenständen, Bernsteinschmuck sowie allerlei Krimskrams aufgebaut. Weiter unten an der Mottlau ist ein großer Flohmarkt mit alten Büchern und Antiquitäten. Auf eigens dafür aufgestellten Bühnen finden Konzerte, Theateraufführungen und andere Veranstaltungen statt. Natürlich kann man auf dem Markt auch gut essen. (bw)