Blick von der Schneekoppe

Die Sudeten laden zum Wandern und Skifahren ein.

Dom von Frauenburg

Wirkungsstätte des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Blick auf die Altstadt von Lublin

Die Stadt im Osten Polens strahlt italienisches Flair aus.



Blick vom Berg Babia Gora ins Tal
Blick vom Berg Babia Gora ins Tal Foto: Frank Hilbert Die südöstliche Grenze Polens bilden die Karpaten, eine Gebrigskette, zu der die Hohen (West-) Beskiden, die Hohe Tatra und die Niederen (Ost-) Beskiden gehören. Besonders sehenswert sind die Westbeskiden, vor allem Beskid Zywiecki mit der Babia Góra (1725m), dem höchsten Gipfel der Beskiden. Hier befindet sich der Nationalpark Babiogórski Park Narodowy mit seinen unberührten Urwäldern, in denen Bären, Wölfe und Luchsen leben. Die Westbeskiden erfordern keine besonderen Bergsteigkenntnisse (wie es zum Besipiel teilweise in der Tatra der Fall ist), nur gutes Schuhwerk und eine entsprechende körperliche Kondition.


Tourenvorschlag (8 Tage):

1. Tag:  Anreise mit der Bahn (und Bus) oder mit dem PKW nach Zawoja (mit seinen 18 km Länge ist es das längste Dorf Polens, gelegen direkt zu Füßen von Babia Góra), wo man jede Menge Übernachtungsmöglichkeiten in Pensionen oder in Privatunterkünften findet. Hier sollte man auch sein Auto für die nächsten sieben Tage (bewacht!) abstellen.

2. Tag:  Zawoja - Babia Góra (ca. 7 Stunden)
Mit dem Bus in Richtung Zubrzyca Górna fahren (20 min) und am Krowiarki-Pass (am Eingang zum Nationalpark) aussteigen. -> blaue Markierung (2 h) -> Baude Markowe Szczawiny (1180 m)
-> Schlafplatz reservieren und etwas verschnaufen -> Aufstieg (Warmen Pulli nicht vergessen, da das Wetter in den Bergen gern unerwartet umschlägt!) auf den Gipfel von Babia Góra - entweder auf dem etwas längeren, aber einfacherern roten Pfad (über den Brona-Pass) oder - für Geübte - auf dem kürzeren gelben (genannt "Akademiker-Pfad"), wo man aber stellenweise richtig klettern muss. -> Babia Góra -> Steinhügel Diablak (polnisch-slowakische Grenze) -> den Ausblick genießen und das Denkmal anschauen, welches das slowakische Volk dem Papst (der übrigens in seiner Jugendzeit diesen Berg mehrmals bestiegen hatte) errichtet hat. Pflanzenfreaks wird hier besonders die Alpenflora interessieren, die es in Europa auf dieser Höhe nur auf Babia Góra zu beobachten gibt. -> zurück zur Baude "Markowe Szczawiny" (hin- und zurück:
ca. 4 h)

3. Tag:  Markowe Szczawiny - Hala Miziowa
(ca. 8 Stunden)
Baude "Markowe Szczawiny" -> roter Pfad (diese Strecke ist vermutlich vom Aufstieg auf die Babia Gora bereits bekannt) -> Prze³êcz Brona (Brona-Pass) -> grüne Markierung auf dem Gebirgskamm -> Ma³a Babia Góra (kleine Babia Góra) -> grüne Markierung -> Prze³êcz Ja³owiecka (Ja³owiecka-Pass) -> am Grenzübergang die Abkürzung durch die Slowakei nehmen (gelbe Markierung bis G³uchaczki, hier wieder über die Grenze nach Polen rein) -> rote Markierung auf dem Gebirgskamm -> Las Suchowarski (Suchowarski-Wald) -> der roten Markierung nach rechts runter bis zur Baude Hala Miziowa folgen .
Wer noch bei Kräften ist, kann einen Abstecher auf den Berg Pilsko machen (ca. 2 Stunden hin- und zurück, rote oder gelbe Markierung). Von hier ein toller Blick auf die Babia Góra und die Beskiden. Auf dem Berg befindet sich das Grab eines polnischen Soldaten, der dort in der ersten Stunde des Zweiten Weltkrieges während seiner Wache von den Deutschen getötet wurde.

4. Tag:  Hala Miziowa - Krawców Wierch
(ca. 4-5 Stunden)
Baude "Hala Miziowa" -> rote Markierung (1h 20min) -> Trzy Kopce (1216m) -> von hier kann man dem roten Pfad folgen und einen kleinen Abstecher (40 min) zur Baude Na Hali Rysiowej machen, um eine Kleinigkeit zu essen; danach wieder zurück zu Trzy Kopce -> gelbe Markierung (1h 45 min) -> Baude Na Krawców Wierchu (die bei weitestem netteste Baude mit einem überaus sympathischen Herbergsvater)

5. Tag:  Krawców Wierch - Wielka Rycerzowa
(ca. 4,5 Stunden)
Baude "Na Krawców Wierchu" -> Da hinter der Baude auf dem Gebirgskamm nur noch der blaue, slowakische Wanderweg verläuft und es keine Markerung auf der polnischen Seite gibt, muss man den Gebirgskamm nun verlassen und einen kleinen Umweg machen -> gelbe Markierung (ca. 3 h) -> Dorf Glinka -> Dorf Soblówka -> an der Bushaltestelle "Soblówka" geht es entweder auf dem gelb oder auf dem schwarz markierten Weg hinauf (1 h 30 min) -> Baude Bacówka pod Rycerzow± -> (1207m) zu Füßen des Gipfels Wielka Rycerzowa (1226m)

6. Tag:  Wielka Rycerzowa - Wielka Racza
(ca. 4,5 Stunden)
Baude "Bacówka pod Rycerzow±" -> rote Markierung auf dem Kamm hinauf auf den Berg Wielka Rycerzowa -> rote Markierung runter (1 h 15 min) -> Dorf Przegibek (in der Baude "Przegibek" eine kurze Verschnaufpause machen und unbedingt einen Teller Piroggen essen) -> der roten Markierung folgend wieder hinauf (ca.3 h) -> Baude Na Wielkiej Raczy zu Füßen des Gipfels Wielka Racza (1236m). Auf dem Berg gibt es eine Aussichtsplattform, von wo aus man bei schönem Wetter einen fantastischen Ausblick auf die Beskiden und die Niedere Tatra hat.

7. Tag:  Wielka Rycerzowa - Zwardoñ (4 Stunden)
Baude "Na Wielkiej Raczy" -> rote Markierung (4 h) -> Zwardoñ (ein kleines Wintersportzentrum direkt an der slowakischen Grenze). Hier am besten eine Privatunterkunft suchen, denn die Zimmer der hiesigen Jugendherberge "Dwór Beskidzki" sind sehr heruntergekommen. Dafür kann man in der Jugendherberge aber gut essen und auf der Aussichtsterrasse ein kühles Bier genießen.

8. Tag:  Zwardoñ - ¯ywiec - Zawoja
Ganz früh morgens ab Zwardoñ mit dem Zug nach ¯ywiec fahren. Die Stadt ¯ywiec ist bekannt für ihr gleichnamiges Bier, das in der dortigen alten Brauerei nach alter Tradition gebraut wird. Wenn man etwas Zeit hat, dann sollte man sich in ¯ywiec noch das Habsburger-Schloss und die dazugehörige Parkanlage anschauen. Dann am ZOB (über eine Unterführung vom Bahnhof zu erreichen) einen Bus nach Zawoja nehmen. Am späteren Nachmittag sollte man - so Gott will - Zawoja erreicht und den Kreis seiner Reise geschlossen haben.
Die restlichen Urlaubstage kann man dazu nutzen, sich in Zawoja von den Wanderstrapazen zu erholen und sich die Gegend ein wenig anzuschauen. Es gibt hier zwei interessante Freilichtmuseen. Eines davon befindet sich in Zawoja selbst, gleich neben dem Nationalparkmuseum und dem Eingang zum Nationalpark, das zweite (Skansen Orawski) in Zubrzyca Górna. Man kann noch auf die Hala ¦mietanowa (die "Sahne-Alm") wandern, oder einen Tagesausflug nach Krakau oder Zakopane machen.  (bw)


Landkarte:

Landkarte von Polen mit Beskid Zywiecki

Wetter:

Weiterführende Links

www.zywiec.pl

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