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Ausgegeben am Mittwoch, dem 23.05.2012, um 2.23 Uhr.


Lądek Zdrój (Bad Landeck)


Trinkhalle in Bad Landeck
Die Trinkhalle in Bad Landeck, in der im August 1765 Friedrich der Große zur Kur weilte. Foto: Frank Hilbert „Die Bäder von Landeck haben mir den Gebrauch meiner Füße wieder gegeben und gegenwärtig scheint es mir fast, als habe ich die Gicht nie gehabt“ – schreibt 1765 der Preußenkönig Friedrich der Große voller Begeisterung. Der über die erfahrene Linderung seiner Schmerzen dankbare Regent, der im August 1765 in Bad Landeck zur Badekur verweilte, rührte für den kleinen Ort im Glatzer Land (Niederschlesien) in ganz Preußen die Werbetrommel.


Wo die Begeisterung oder das gute Zureden des Königs nicht halfen, da zeigten die königlichen Anordnungen Wirkung. Das 18. Jahrhundert markiert den Beginn der großen Bekanntheit und Beliebtheit Landecks als Kurort, auch wenn bereits im 14. Jahrhundert die einheimische Bevölkerung die mineralhaltigen Thermalquellen zu schätzen wusste. Die Mineralwässer von Bad Landeck weisen einen hohen Gehalt an Schwefel, Radium und Fluor und werden heute für Behandlungen genutzt, die bei der Heilung von Krankheiten des Bewegungsapparates, der Haut und des Herzkreislaufs unterstützend wirken.

Bad Landeck, das seit 1945 zu Polen gehört und seitdem Lądek Zdrój heißt, besteht aus zwei Bezirken: dem Altstadtkern und dem eigentlichen Bad im Ostteil der Stadt. In dem alten Stadtteil, der den mittelalterlichen Grundriss bewahrte, verdienen vor allem die historischen Bürgerhäuser aus dem 17.-19. Jahrhundert die Aufmerksamkeit. Ehemalige, leicht vom Zahn der Zeit angenagte Noblesse spiegelt sich in den klassizistischen Kurgebäuden und Villen im Kurteil Bad Landecks wieder. Das Kurhaus „Wojciech“ (ehem. Marienbad), ein wuchtiger Rundbau mit Kuppel im Neorenaissance-Stil, beherbergt im Erdgeschoss ein Wasserbecken nach dem Vorbild türkischer Bäder und darüber eine Trinkhalle, in der Kurgäste beim gemächlichen Umherwandeln Mineralwässer aus den verschiedenen Quellen Landecks probieren können. In den Seitenflügeln des Kurgebäudes befinden sich die Bäder für die Kurgäste. Einige von ihnen, mit prächtigen, handbemalten Kacheln gefliest, wurden nach berühmten Gästen benannt, die hier behandelt wurden: Friedrich II., Wilhelm III., Zar Alexander I. Weitere Berühmtheiten, die in Bad Landeck kurierten, waren die Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Ivan Turgeniev. Auch zahlreiche Gäste aus Polen wurden von dem Bergklima und den Thermalquellen angelockt. Im 19. Jahrhundert gab es in dem deutschen Bad Landeck sogar eine polnische Bibliothek.

Eine weitere Sehenswürdigkeit Bad Landecks ist der Kurpark mit dem 1972 angelegten Arboretum (Park für Bäume). Fast 140 einheimische und exotische Baumarten gibt es hier zu bewundern. Der Park gehört zu den schönsten in den Sudeten. (bw)
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Landkarte:

Landkarte von Polen mit Ladek Zdroj (Bad Landeck)

Wirtschaft:

Tourismus, Kurbetrieb

Einwohner:

ca. 6.000

Weiterführende Links



Touristeninformation:

Lądek Zdrój (Bad Landeck)
Strażacka 3
Tel.: +48 (0) 74 8146473
Fax: +48 (0) 74 8146482
E-Mail: promocja@ladek.pl

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