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Polnische Literatur - Romantik (Romantyzm): 1822-1863

Eine geistige Strömung in Literatur, Kunst und Kultur, die auf den Zeitraum zwischen der Französischen Revolution und dem Völkerfrühling fällt. In Polen markiert symbolisch die Erstausgabe der Poesie von Adam Mickiewicz (1822) den Beginn der Romantik.

Tuchhalle in Krakau
Adam-Mickiewicz-Denkmal auf dem Rynek Główny in Krakau. Foto: Frank Hilbert

Eine Besonderheit der polnischen Romantik ist, dass sie stark durch den Verlust der Souveränität des polnischen Staates und durch die Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress im Jahr 1815 geprägt worden ist. Diese für das nationale Bewusstsein der Polen wichtigen Ereignisse machten es notwendig, den Begriff der Nation, die Rolle des Individuums in der Gesellschaft und der Kultur und insbesondere der Literatur neu zu definieren.

Der Protest der jungen polnischen Romantiker resultierte nicht aus einem jugendlichen Übermut, sondern aus dem tiefen Wunsch, die nationale Unabhängigkeit für das Vaterland wiederzuerlangen. Eine Rückbesinnung auf das Individuelle und das von der Zivilisation (und somit auch der Politik) Unberührte war die Folge. In der Literatur machte sich die Hinwendung zum einfachen Volk, das mit seinen Bräuchen aber auch seinem Aberglauben als Träger der universellen Wahrheit angesehen wurde. Ein weiteres Merkmal der polnischen Literatur in Romantik war die hervortretende Spannung zwischen dem Einzelnen und der Gemeinschaft. Im Vordergrund stand die tragische Figur des romantischen Helden und sein innerer Konflikt, die Zerrissenheit zwischen dem persönlichen Streben nach Glück und den patriotischen Pflichten.

Neue literarischen Gattungen tauchten auf, wie die Ballade, das romantische Drama und die poetische Erzählung.

Der misslungene Januaraufstand von 1863 gegen die russische Besatzungsmacht wurde zum Wendepunkt der Romanik in Polen. Ein Teil der Künstler verließ Polen (vor allem nach Frankreich), wirkte aber in der Emigration schöpferisch weiter. Zum zentralen Thema der Poesie der im Land verbliebenen Dichter wurden die Verschwörung und der Aufstand.

Polnische Dichter der Romantik (Hervorgehoben wurden die sog. "Wieszczowie", die in Polen besonders verehrten und als visionär angegesehenen Dichter):

  • Feliks Bernatowicz (1786-1836)
  • Ryszard Berwiński (1819-1879)
  • Stanisław Bogusławski (1804-1870)
  • Kazimierz Brodziński (1791-1835)
  • Antoni Czajkowski (1816-1873)
  • Michał Czajkowski (1804-1886)
  • Adam Jerzy Czartoryski (1770-1861)
  • Jan Czeczot (1796-1846)
  • Franciszek Salezy Dmochowski (1801-1871)
  • Gustaw Ehrenberg (1818-1895)
  • Aleksander Fredro (1791-1876)
  • Antoni Gorecki (1787-1861)
  • Seweryn Goszczyński (1801-1876)
  • Klementyna Hoffmanowa (1798-1845)
  • Teodor Tomasz Jeż (Zygmunt Miłkowski) (1824-1915)
  • Antoni Malczewski (1793-1826)
  • Kajetan Koźmian (1771-1856)
  • Zygmunt Krasiński (1812-1859)
  • Józef Ignacy Kraszewski (1812-1887)
  • Teofil Lenartowicz (1822-1893)
  • Jadwiga Łuszczewska (1834-1908)
  • Adam Mickiewicz (1798-1855)
  • Maurycy Mochnacki (1803-1834)
  • Cyprian Kamil Norwid (1821-1883)
  • Wincenty Pol (1807-1882)
  • Mieczysław Romanowski (1834-1863)
  • Henryk Rzewuski (1791-1866)
  • Lucjan Siemieński (1807-1877)
  • Juliusz Słowacki (1809-1849)
  • Władysław Syrokomla (1823-1862)
  • Kornel Ujejski (1823-1897)
  • Maria Wirtemberska (1768-1854)
  • Józef Bohdan Zaleski (1802-1886)
  • Narcyza żmichowska (1819-1876)