Blick von der Schneekoppe

Die Sudeten laden zum Wandern und Skifahren ein.

Dom von Frauenburg

Wirkungsstätte des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Blick auf die Altstadt von Lublin

Die Stadt im Osten Polens strahlt italienisches Flair aus.



Ostern in Polen: Osterrezepte

Osterblumen Die traditionsreiche vorösterliche Karwoche, eine Zeit der Trauer, beginnt am Palmsonntag mit der Weihe der aus Trockenblumen gebundenen Palmzweige und findet ihren Höhepunkt am Karfreitag. In den Kirchen ist es düster, die Menschen suchen symbolische Gräber Christi zum Gebet auf.

Am Ostersonnabend bereiten die polnischen Familien das Fest vor. Es wird gekocht, Ostereier (pisanki) werden bemalt und kleine Osterkörbchen werden mit Eiern, Brot, Wurst und Salz (święconka) gerichtet und zur Speisensegnung in die Kirchen getragen.

Ganz früh am Ostersonntag finden überall die Auferstehungsandachten statt. Sie beginnen in vollkommener Dunkelheit und symbolisieren damit eine ohne das Licht des Glaubens düstere Welt. Anschließend trägt der Priester eine Kerze durch die Kirche - zum Zeichen an das Licht des Glaubens, das die Finsternis besiegt. Nach und nach gehen immer mehr Lichter an. Glockenläuten verkündet die Auferstehung Christi.

Nach dem Gottesdienst eilen alle zum Osterfrühstück nach Hause. Essen war schon immer eine der größten Attraktionen des polnischen Osterfestes gewesen - vermutlich eine Folge der vorangehenden vierzigtägigen Fastenzeit. Am wichtigsten sind natürlich die gesegneten Speisen. Begleitet von Glück- und Segenswünschen nimmt und isst jedes Familienmitglied ein Stück vom gesegneten und geteilten Ei. Zur traditionellen Ostertafel werden verschiedene Fleisch- und Wurstsorten, Osterbrot, das gebackene oder aus Zucker gefertigte Lamm, die Sauerteigsuppe (żurek wielkanocny), rote Bete mit Meerrettich (ćwikła), zahlreiche Kuchensorten wie der Napfkuchen (babka), Ksekuchen (sernik), Mohnkuchen (makowiec) und die typisch polnischen Osterkuchen wie Pascha und Mazurek gereicht.

Am Ostermontag besucht man seine Freunde und Verwandte und nutzt dabei die Gelegenheit für einen Spaziergang. Doch Vorsicht: Auch an einem sonnigen Frühlingstag sollte man den Regenschirm nicht vergessen. Es ist Śmigus-Dyngus, der Tag, an dem man vor allem von jungen Leuten erbarmungslos mit Wasser, manchmal mit einem ganzen Eimer voll, traktiert wird. Wo die Wurzeln dieser Tradition liegen, die früher eher ausschließlich in ländlichen Regionen verbreitet war, weiß man nicht mehr genau. Man vermutet ihren Ursprung in der Taufe des polnischen Früsten Mieszko I. im Jahr 966, die an einem Ostermontag stattfand. An diesem Tag nahm Polen offiziell das Christentum an. (Barbara Woyno)

 Hier gelangen Sie zur Linkliste mit den Rezepten.




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