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Wanderung von Misdroy (Międzyzdroje) zu den Überresten einer Artillerieschule und –stellung

Länge der Wanderung: ca. 6 km
Markierung: roter und schwarzer Pfad
Schwierigkeitsgrad: Der Wanderweg ist hügelig. Es muss zudem eine 60 m hohe Treppe überwunden werden.

Ehemalige polnische Artilleriestellung bei Misdroy
Ehemalige polnische Artilleriestellung bei Misdroy. Fotos: Frank Hilbert

  • Die Wanderung beginnt an der Touristeninformation an der Promenade in Misdroy (Międzyzdroje, Bohaterów Warszawy 20).
  • Laufen Sie in Richtung Osten zur Steilküste, vorbei an den Fischerbooten, Fischbrätereien und einer großen Informationstafel, die die Grenze des Nationalparks Wollin markiert.
  • Wenige Meter hinter der Informationstafel befindet sich eine Holztreppe, die die an dieser Stelle 60 m hohe Steilküste hinaufführt.
  • Bis hierher ist der Wanderweg rot markiert.
  • Auf der Steilküste erwartet Sie ein Aussichtspunkt mit Denkmälern, von denen einer an ein Treffen von deutschen Förstern im 19. Jahrhundert erinnert.
  • Folgen Sie dem schwarz markierten Pfad und biegen Sie nach etwa 150 m nach links ab. Rechts geht es zum Kaffeeberg (Góra Kawcza).
  • Der Weg führt durch einen dichten Wald. Auf der rechten Seite sehen Sie nach etwa 250 m einen Wegweiser zu den Bunkern. Sie müssen nach links abbiegen. Der Weg ist ebenfalls schwarz markiert. Rechts passieren Sie einen alten Beobachtungsturm, von dem nur noch das Betongerippe übriggeblieben ist, und ein Stück weiter sehen Sie auf der linken Seite den Eingang zu einem unterirdischen Bunker, der verschlossen ist. Hinter dem Bunker geht es noch einige Meter geradeaus, bevor der Wanderweg nach links abbiegt. Anschließend vollzieht der Weg in einem Bogen eine Linkskurve. Am Ende der Kurve steht eine Informationstafel über die deutsche Artillerieschule (Marineflakschule III oder vollständig: Lehrgruppe Ausbildung leichte Flak an Bord und Land/ 3. Abteilung der M Flak S I/Marineflugabwehrschule III), die die deutsche Kriegsmarine hier zwischen 1937 und 1945 unterhielt. Nahe der Tafel befindet sich eine Betonplattform, auf der Kadetten der deutschen Kriegsmarine an Bordkanonen und Entfernungsmessern ausgebildet wurden. Nicht weit von hier entfernt stehen zudem noch einige Gebäude der Artillerieschule, die heute der Nationalpark Wollin als Forschungs- und Wissenschaftszentrum nutzt. Die Gebäude sind vom Wanderweg aus nicht zu sehen.

Blick über die Ostsee bei Misdroy
Blick von einer einer ehemaligen Artilleriestellung der polnischen Armee über die Ostsee.

  • Weiter geht es den Weg entlang. Nach 100 m gelangen Sie zu einer befestigten Artilleriestellung der polnischen Armee. Nach dem II. Weltkrieg errichtete die polnische Armee entlang der Ostseeküste insgesamt 11 Artilleriestellungen, die die Schifffahrtswege entlang der Küste sichern sollten. Für einen dieser Standorte fiel die Wahl auf das Gelände der ehemaligen deutsche Marineflakschule III. Über eine Treppe gelangen Sie auf die bereits erwähnte bunkerähnliche Geschützstellung, von der Sie weit über die Ostsee blicken können. Das Fundament der 130-mm-Kanone ist noch zu erkennen. Auch die Aufzüge für die Munition sind noch vorhanden.
  • Laufen Sie den Weg bis kurz vor dem Aussichtspunkt mit dem Denkmal, das an das Förstertreffen erinnert zurück.
  • Biegen Sie aber nicht nach rechts ab, sondern laufen Sie weiter in Richtung Kaffeeberg (Góra Kawcza). Der Weg ist ebenfalls schwarz markiert. Der Berg, von dem Sie weit über die Ostsee bis hinüber zu den deutschen Kaiserbädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck blicken können, wurde nach einem Kaffee benannt, das hier früher einmal stand.
  • Nachdem Sie den Ausblick über die Ostsee genossen haben, laufen Sie weiter nach Misdroy. Am Waldrand geht es eine Treppe hinunter und Sie befinden sich wieder auf der Promenade des Ostseebades.
  • Rechts sehen Sie eine ehemalige Seerettungsstation aus dem 19. Jahrhundert, die liebevoll restauriert und in der ein Restaurant untergebracht ist.
  • Folgen Sie der Promenade bis zur Touristeninformation, dem Ausgangspunkt dieser Wanderung.
(fh)