Polish Online
Polen: Übersetzungsdienst & Reiseinfos
Barbara Anna Woyno M. A. - Übersetzungen polnisch-deutsch-polnisch

Hauptnavigation

Unternavigation Städte & Regionen

Swinemünde (Świnoujście) - Stadtteil Warszów

Swinemünde (Świnoujście) erstreckt sich über die drei Inseln Usedom, Karsibór und Wollin (Wolin). Auf letzterer liegt der Swinemünder Stadtteil Warszów, in dem neben Sehenswürdigkeiten wie dem Leuchtturm und der Festung Gerhard eine Reparaturwerft, der Stützpunkt der 8. Polnischen Küstenschutzflottille und das Flüssiggasterminal Gazoport liegen. Dazu kommen noch die Terminals der Fähren, die zwischen Swinemünde und der dänischen Hauptstadt Kopenhagen und Ystad in Schweden pendeln.

Bau der Gastanks im Flüssiggashafen in Swinemünde
Das im Bau befindliche Flüssiggasterminal am östlichen Rand des Swinemünder Stadtteil Warszów im Dezember 2014. Foto: Frank Hilbert

Weithin sichtbar - sogar von den Kaiserbädern auf der deutschen Seite der Insel Usedom - ist das Flüssiggasterminal, mit dem Polen sich von den Erdgaslieferungen aus Rußland unabhängig machen möchte. Bis zu 300 m lange Flüssiggastanker können hier anlegen. Ihre Fracht wird durch Rohrsysteme an Land gepumpt und dort in zwei riesigen überirdischen Gastanks gespeichert. Die knapp unter einer Milliarde Euro teure Anlage hat im Jahr 2015 ihren Betrieb aufgenommen.
Die Westseite des Gashafens wird von der Ostmole der Swinemündung begrenzt, die 1812 erbaut wurde und als die längste Steinmole in Europa gilt. Wer sich für das Bauwerk interessiert, kann auf der Mole spazieren gehen.

Unterirdische Kommandozentrale

Einige Kilometer weiter östlich stehen zwei Überbleibsel des Militärs. Es handelt sich dabei um den Feuerleitstand der Batterie Göben und um einen unterirdischen Militärkomplex aus der Zeit der Volksrepublik Polen, die dem Warschauer Pakt, dem militärischen Gegenstück zum westlichen Militärbündnis Nato, angehörte. Die Militäranlage, die sich im Waldstreifen hinter dem Strand versteckt, diente als Kommandozentrale und Ausweichstelle der Generalität der polnischen Volksarmee. Im Falle eines Krieges sollte von hier aus der Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in Dänemark und die Beneluxstaaten kommandiert werden.

Kommandozentrale in Kommandozentrale
Kommandozentrale in der unterirdischen Kommandozentrale. Foto: Frank Hilbert

Die Geschichte des Militärareals reicht bis in die Vorkriegszeit zurück. 1938 errichteten die Deutschen hier die Artilleriestellung "Vineta". In den 1950er Jahren - Swinemünde gehört seit 1945 zu Polen - übernahm die polnische Volksarmee die Militäranlagen und baute unterirdische Bunker, die in den 1960er Jahren durch unterirdische Gänge miteinander verbunden wurden. So entstand eine unterirdische Stadt, die im Kriegsfall mehrere Monate lang ohne Versorgung von außen überleben konnte. Seit 2014 ist Kommandozentrale für die Öffentlichkeit zugänglich.

Zum Stadtteil Swinemünde Warszów gelangen Sie mit der Swinemünder Stadtfähre, die in der ul. Wodna abfährt und nur Fußgänger und Fahrradfahrer mitnimmt. Fahrzeuge transportiert sie zwar auch, aber nur die mit einheimischen Kennzeichen. (fh)

Touristeninformation

Touristeninformation
ul. Wybrzeże Władysława IV
84-360 Świnoujście (Swinemünde)
Tel.: +48 (0) 91 3224999
Fax: +48 (0) 91 3271629
E-Mail: cit@um.swinoujscie.pl
Anmerkung:
Mitarbeiter der Touristeninformation in Swinemünde sprechen Deutsch und sind erfahrungsgemäß sehr freundlich.

Karte

Swinemünde (Świnoujście), ul. Wybrzeże Władysława IV, 84-360
Swinemünde (Świnoujście), ul. Wybrzeże Władysława IV, 84-360 Świnoujście (Swinemünde) (Google Maps)