Lublin

Ein schmaler Gang. Die Wände sind weiß. Wenn es hier unten ein Thermometer gebe, würde die Quecksilbersäule sich bei neun Grad Celsius einpendeln und nur geringfügig steigen oder fallen. Unabhängig davon, wie hoch die Temperatur über Tage ist. Dafür sorgt der Kalkstein, auf dem die Stadt steht. Der Rohstoff sicherte zahlreichen Einwohnern der Stadt in den vergangenen Jahrhunderten das Einkommen. Die Stollen, die die Chełmer
in die Erde getrieben haben, sind heute eine Touristenattraktion.
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Lublin hat italienisches Flair. An warmen Sommertagen sitzen die Menschen unter den Sonnenschirmen der Cafes, und im Park der Stadt, beim Piłsudski-Denkmal, treffen sich die älteren Männer zum Plaudern und Schachspielen.
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Das St.-Onufry-Kloster in Jabłeczna ist vermutlich das älteste orthodoxe Objekt in Polen. Seine Anfänge gehen auf das 15. Jahrhundert zurück. Der Legende nach habe der heilige Onufry selbst den Ort, an dem das Kloster errichtet werden sollte, gewählt. Er soll am Ufer des Flusses Bug Fischern erschienen sein und gesagt haben: "An dieser Stelle werdet ihr meinen Namen preisen."
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Bereits vom Weiten leuchten die roten Querstreifen an der Frontfassade der an einer hohen Weichselböschung gelegenen wuchtigen Ruine der Burg von Janowiec (732 m2 Fläche). Von drei Seiten von einer natürlichen Schlucht und steilen Hängen umringt, ist die Burg nur von der Ostseite her über ein von einem Festungsgraben geschütztes Falltor erreichbar.
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Jedes Jahr kommen Kunstmaler nach Kazimierz und lassen sich von der Schönheit der Natur, den Kirchen und der königlichen Schlossrunine inspirieren. So sind auch die Bewohner der Stadt zu Kunstsammlern geworden. Weil viele Maler kein Geld haben, bezahlen sie ihre Miete mit ihren Kunstwerken und bereichern damit die privaten Bildersammlungen.
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Seit 1799 ist die Geschichte des verspielten Schlösschen Kozłówka unweit von Lublin untrennbar mit den Zamoyskis, einer der prominentesten Familien unter der polnischen Aristokratie, verbunden. Die große Bedeutung der Familie begründete der humanistisch umfassend gebildete (1563 wurde er zum Rektor der Juristischen Fakultät der Universität von Padua gewählt.) Großkanzler und Feldherr Jan Zamoyski (1542-1605).
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Nałęczów erweist sich als eine wahre Oase. Im Schutz der Bäume erkunden wir die großzügig angelegte Kurparkanlage mit ihren breit verzweigten Alleen, kleinen Schlösschen und Pavillions aus dem 19. Jahrhundert.
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Włodawa ist ein kleiner Ort am Ufer des Flusses Bug, der hier die Grenze zu Weißrussland und zur Ukraine bildet. 1242 wurde Włodawa zum ersten Mal erwähnt und hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer Stadt entwickelt, in der Menschen unterschiedlichster Religionen ein Zuhause gefunden haben. Włodawa bezeichnet sich selbst als Stadt der drei Kulturen.
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Architekten werden noch heute Bernardo Morando beneiden. Der venezianische Architekt bekam Ende des 16. Jahrhunderts vom damaligen Großkanzler Jan Zamoyski den Auftrag zum Bau von Zamość. Rücksicht auf alte Bausubstanz brauchte er nicht nehmen. Die Stadt sollte auf freiem Feld errichtet werden. So schuf Morando die "ideale Stadt", der er seinen (italienischen) Renaissance-Stil verlieh.
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