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Ausgegeben am Dienstag, dem 21.05.2013, um 15.43 Uhr.


Ermland und Masuren


Nikolaiken (Mikołajki )

Das Mekka der Segler

Evangelische KircheBis zum Saisonbeginn macht Mikolajki einen eher verschlafenen Eindruck. Anfang Juli, pünktlich zum Beginn der Sommerferien und zum Saisonauftakt, erwacht das nur ca. 4000 Einwohner zählende Städtchen schlagartig zum Leben. Auf dem Marktplatz, in dessen Mitte ein Springbrunnen mit der Figur eines großen Fisches (des “Stinthengstes“) steht und im Bootshafen herrscht ein kunterbuntes Treiben.
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Elbing (Elbląg)

Einst eine blühende Handelsstadt

Innenstadt von ElbingAm Rande des Naturparks Elbinger Höhen, unweit des Frischen Haffs, liegt die ca. 130.000 Einwohner große Stadt Elbląg (dts. Elbing). Ihre Geschichte ist eng mit der Geschichte des Deutschen Ordens verbunden. 1237 errichteten die Kreuzritter die Wehrsiedlung Elbing, und bereits 1246 erhielt der Ort die Stadtrechte.
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Heilige Linde (Łšwięta Lipka)

Das Jesuitenkloster im Herzen Masurens

Die Orgel in Heilige LindeEin heißer Sommertag geht zu Ende. Im Licht der untergehenden Sonne erstrahlt die gelbe Westfassade der Kirche der Klosteranlage von Łšwięta Lipka (dts.: Heilige Linde). Der Himmel über dem Kloster leuchtet in einem intensiven Blau. Die Jesuiten haben zu einem Orgelkonzert eingeladen. Nun sitzen etwa 100 Zuhörer in der nur spärlich beleuchteten barocken Kirche und schauen staunend auf die Orgel, die der Königsberger Johann Josua Mosengel Anfang des 18. Jahrhunderts gebaut hat.
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Wolfsschanze bei Rastenburg

Wo Claus Schenk Graf von Stauffenberg ein Attentat auf Hitler verübte

Gedenktafel an die Attentäter vom 20. Juli 1944"Kilometerweit waren die Sprengungen zu hören", erzählt die Reiseleiterin, die das Ende des Krieges in einem kleinen Ort in der Nähe des Führerhauptquartiers Wolfsschanze miterlebt hat. Deutsche Pioniere haben kurz vor Ende des II. Weltkrieges, am 23. Januar 1945, die Bunker in der Wolfsschanze gesprengt. Wie aufgeplatzt liegen die riesigen Bunker im dichten Wald 8 km von Kętrzyn (dts.: Rastenburg).
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Ermland und Masuren - Geschichte

MarienburgDie Ureinwohner der Region waren die Pruzzen (Prußen) und die Jadwinger (Sudauer), indoeuropäische Völker, die mit den baltischen Völkern verwandt waren. Sie verehrten verschiedene Naturgötter. Der Versuch, die sie zu christianisieren, scheiterte kläglich, wie die Geschichte des Märtyrers Adalbert, dessen Tod aus ihrer Hand aktenkundig ist, beweist. Wenige Jahre nach Adalberts Tod ereilte einen weiteren deutschen Missionar, Brun von Querfurt, das gleiche Schicksal.
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Die Altgläubigen in Wojnowo

Das Kloster der Altgläubigen in WojnowoDas kleine Dorf Wojnowo in Masuren ist durch die Altgläubigen bekannt geworden, einer Sekte der russisch-orthodoxen Kirche. Die Altgläubigen lehnten Reformen ab, die der Moskauer Patriarch Nikon in der Mitte des 17. Jahrhunderts eingeführt hatte.
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Springborn

Das Kloster SpringbornAuf dem Weg von Reszel (Rössel) nach Lidzbark Warminski (Heilsberg) führt der Weg durch Stoczek (Springborn), ein unscheinbares Dorf im Ermland. Nur ein kleines Schild verweist auf eine Sehenswürdigkeit nördlich des Dorfes, den Wallfahrtsort „Maria Mutter des Friedens“. Arkadengänge umgeben das Kloster der Marianer, über die ein Rundbau mit einem Kuppeldach ragt. Es ist der älteste Teil der Klosterkirche, die zwischen 1639 und 1641 im Auftrag des ermländischen Bischofs Mikolaj Szuyszkowski erbaut wurde.
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Allenstein (Olsztyn)

Panorama von AllensteinDie Stadt blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Das Ermländer Domkapitel errichtete zwischen 1347 und 1397 eine Burg direkt am Flüsschen Alle. Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit verdienten sich die Stadtbewohner ihren Unterhalt mit Holzflößen, Leinen- und Fischhandel. Siebrauten Bier, brannten Wodka und bauten Tabak an. Im 16. Jahrhundert gab es auch Tuch- und Stellmacher, Schmiede und Glaser.
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Festung Boyen in Lötzen

Eingang zur Festung BoyenIm August 1914 – zu Beginn des ersten Weltkrieges - spielte sie eine strategische Schlüsselrolle. Damals rückten zwei russische Armeen aus russisch Polen und russisch Litauen gegen eine unterlegene deutsche Armee in Ostpreußen vor. Diesen Armeen stellte sich die masurische Seenplatte als Hindernis in den Weg. Der Seenpass von Lötzen hätte eine Gelegenheit zum Passieren dieses Hindernisses geboten, war jedoch durch die Festungen Boyen versperrt.
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Sensburg (Mrągowo) in Masuren

18 Seen zählt die Sensburger Seenplatte

Sensburg (Mrągowo)Rund achtzehn Seen, die alle von dem Fluss Krutynia durchflossen werden, zählt die Sensburger Seeplatte, was die Stadt zum beliebten Zentrum für Wassersportler, insbesondere für Paddler, macht.
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