Blick von der Schneekoppe

Die Sudeten laden zum Wandern und Skifahren ein.

Dom von Frauenburg

Wirkungsstätte des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Blick auf die Altstadt von Lublin

Die Stadt im Osten Polens strahlt italienisches Flair aus.



Die Polnische Filmschule

KinoFoto: pixelquelle.de Der von französischen Filmkritikern geprägte Begriff „Polnische Filmschule“ bezeichnet eine intellektuell-künstlerische Stilrichtung in der polnischen Kinematographie in den Jahren 1956-1965. Im Zuge des politischen Tauwetters, das im Oktober 1956 im kommunistischen Polen einsetzte, und der damit einhergehenden Lockerung der staatlichen Zensur sowie der staatlich verordneten Vorgaben kam es in der polnischen Kunst zum Bruch mit der Ästhetik des Sozialistischen Realismus. Inspiriert durch den italienischen Neorealismus, zeichnete sich die neue künstlerische Strömung durch einen emotionalen Dialog mit dem Publikum, eine tiefenpsychologische, beinahe obsessive Analyse der Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges (der eine nachhaltig prägende Erfahrung einer ganzen Generation von Polen bildete, die alle in den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts geboren wurden und zu denen die meisten Regisseure der neuen Stilrichtung gehörten) und der polnischen Nationalmythen aus. Hauptthema war der Mensch gegenüber der Geschichte, sein unnötiges und dennoch notwendiges Heldentum. Die Geschichte wurde durch das Prisma eines „erdrückenden Schicksals“ und einer unumkehrbaren historischen Katastrophe betrachtet, die wie ein Fatum (vorherbestimmtes Schicksal, dem man nicht entkommen kann) die Tragödie des Einzelnen wie auch der ganzen Gesellschaft bestimmte.

Die Polnische Filmschule zeigte zwei Haupttendenzen auf: eine heroische und eine verlachend-ironische. Die erste (Hauptvertreter: Andrzej Wajda) schöpfte aus romantischen Traditionen und unterstrich die Notwendigkeit der heroischen Haltung des Einzelnen. Die zweite, zu deren Verfechtern u. a. der Regisseur Andrzej Munk gehörte,  versuchte, das durch das nationale Heldenmythos verklärte Geschichtsbild zu demythologisieren. (Barbara Woyno)

Die bedeutendsten Filme der Polnischen Schule:
1956 - Kana³ (Regie: Andrzej Wajda; Prämiere - 1957 in Cannes)
1956 - Cz³owiek na torze (Regie: Andrzej Munk)
1956 - Cieñ (Regie: Jerzy Kawalerowicz)
1956 - Zimowy zmierzch (Regie: Stanis³aw Lenartowicz)
1957 - Eroica (Regie: Andrzej Munk)
1957 - Prawdziwy koniec wielkiej wojny (Regie: Jerzy Kawalerowicz)
1957 - Zagubione uczucia (Regie: Jerzy Zarzycki)
1958 - Popió³ i diament (Regie: Andrzej Wajda)
1958 - Ostatni dzieñ lata (Regie: Tadeusz Konwicki)
1958 - Po¿egnania (Regie: Wojciech Jerzy Has)
1958 - Krzy¿ walecznych (Regie: Kazimierz Kutz)
1958 - Baza ludzi umar³ych (Regie: Czes³aw Petelski)
1959 - Lotna (Regie: Andrzej Wajda)
1959 - Poci±g (Regie: Jerzy Kawalerowicz)
1960 - Zezowate szczê¶cie (Regie: Andrzej Munk)
1960 - Nikt nie wo³a (Regie: Kazimierz Kutz)
1961 - Zaduszki (Regie: Tadeusz Konwicki)
1961 - ¦wiadectwo urodzenia (Regie: Stanis³aw Ró¿ewicz)
1961 - Ludzie z poci±gu (Regie: Kazimierz Kutz)
1962 - Jak byæ kochan± (Regie: Wojciech Jerzy Has)
1963 - Pasa¿erka (Regie: Andrzej Munk)
1965 - Salto (Regie: Tadeusz Konwicki)



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