Blick von der Schneekoppe

Die Sudeten laden zum Wandern und Skifahren ein.

Dom von Frauenburg

Wirkungsstätte des Astronomen Nikolaus Kopernikus.

Blick auf die Altstadt von Lublin

Die Stadt im Osten Polens strahlt italienisches Flair aus.



Als Zamo¶æ "Himmlerstadt" hieß

Israelische Soldaten im KZ MajdanekIsraelische Soldaten im ehemaligen Konzentrationslager Majdanek in Lublin. In das Konzentrationslager, das etwa 60 km von Zamo¶æ entfernt liegt, hatten die Deutschen auch viele Polen aus Zamo¶æ deportiert. Foto: Frank Hilbert << zur Übersicht

Nach einem Besuch im Distrikt Lublin im Juli 1941 kam SS-Führer Heinrich Himmler auf die Idee, ein Großsiedlungsgebiet in den von den Deutschen annektierten Gebieten bei Zamo¶æ einzurichten. Zunächst wurden etwa 2.000 Deutsche aus Bessarabien angesiedelt, das durch den Hitler-Stalin-Pakt in den Einflussbereich der damaligen Sowjetunion gefallen war. Etwa ein Jahr später, am 28. November 1942, begannen die Nazis mit Massendeportationen von Polen aus dem Gebiet um Zamo¶æ.



Nur wenige Monate vorher hatten die Nazis die Grundlage für die Deportationen und Ansiedlung von Deutschen geschaffen. Der von SS-Oberführer Konrad Meyer am 15. Juli 1942 vorgelegte "Generalplan Ost", der für alle von den Deutschen besetzten Gebiete in Osteuropa ausgearbeitet worden war, sah die Deportation der einheimischen Bevölkerung, die Ansiedlung von Deutschen und die wirtschaftliche Ausbeutung vor. Insgesamt sollten 31.000.000 Russen, Polen, Tschechen und Ukrainer nach Siberien verbannt und die Grenzen des "Großgermanischen Reiches" nach Osten verschoben werden.

Tausende Kinder ins Reich entführt

Die Kreishauptstadt Zamo¶æ wird zum ersten deutschen Siedlungsbbereiche im Generalgouvernement erklärt", hieß es in einer Anordnung Himmlers.  Für die polnische Bevölkerung sahen die Pläne der deutschen Besatzer wie folgt aus: Die nach den deutschen Kriterien "rassich wertvollen" Einheimischen sollten zur Wiedereindeutschung ins Reich gebracht, arbeitsfähige Polen zur Zwangsarbeit eingezogen und alle anderen, die in den Augen der Besatzer als "rassich schlecht" galten, in Vernichtungslager gebracht werden. Bis zum Abbruch der Aktion im August 1943  deportierten die Nazis  ca. 100.000 Polen aus Zamo¶æ und den umliegenden Gebieten. Ins Reich entführt wurden tausende polnische Kinder.

Bauern leisteten Widerstand

Die Reaktion der polnischen Bevölkerung traf die Deuschen unerwartet hart.
Die polnischen Bauern flüchteten in die umliegenden Wälder und schlossen sich teilweise den Partisanen an. Sie überfielen von Deutschen besiedelte Dörfer und  verübten Anschläge auf Bahnlinien. Der Widerstand der Polen, der trotz der militärischen Übermacht und Vergeltungsmaßnahmen der deutschen Besatzer nicht zu brechen war, hatte einen Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion und damit eine Verschlechterung der Versorgungslage zur Folge. Der Plan zur Schaffung einer deutschen Kolonie im Gebiet um Zamo¶æ scheiterte. (fh/bw)

Weiterführende Infos auf polish-online.com

Infos über Zamo¶æ

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