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Barbara Anna Woyno M. A. - Übersetzungen polnisch-deutsch-polnisch

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Geschichte Polens in Zahlen

Historischer Überblick
Jahreszahlen Ereignisse
960 Beginn der Regierungszeit des Piastenfürsten Mieszko I., Einigung der polnischen Stämme und Gründung des Staates der Polanen
966 Taufe (Christianisierung) Polens unter Mieszko I.
1000 Der Akt von Gnesen - Treffen am Grab des hl. Adalbert in Gnesen zwischen dem Fürsten Bolesław Chrobry und dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Otto III. Die Zugehörigkeit Polens zum Imperium Romanum wird bekräftigt.
1025 Bolesław Chrobry wird erster polnischer König.
1122 Bolesław Krzywousty (Schiefmund) erobert Pommern.
1138 Testament Bolesław des Schiefmunds: Zersplitterung des Polnischen Reiches in Fürstentümer (bis ca. 1300)
1226 Herzog Konrad von Masowien holt zum Schutz gegen Übergriffe der heidnischen Pruzzen den Deutschen Orden (Kreuzritterorden) nach Polen.
1241 Mongoleneinfall. Niederlage der polnischen Streitkräfte bei Liegnitz (Legnica).
13.-15. Jh. Einführung des deutschen Stadtrechts in Polen
1308 Der Deutsche Orden erobert Pommern und Danzig (Gdańsk).
1333-1370 Regierungszeit Kasimirs des Großen
1343 Friedensschluss mit dem Deutschen Orden in Kalisz.

Denkmal Warschauer Aufstand
Denkmal des Warschauer Aufstandes 1944. Foto: Frank Hilbert
Historischer Überblick
Jahreszahlen Ereignisse
1364 Gründung der ersten polnischen Universität in Krakau (Kraków)
1385 Die Polnisch-litauische Union wird ins Leben gerufen.
1386 Taufe des litauischen Fürsten Władysław Jagiełło und seine Krönung zum König von Polen. Begründung der Jagiellonen-Dynastie.
1409-1411 Krieg gegen den Deutschen Orden.
1410 Schlacht bei Tannenberg, Sieg der polnisch-litauischen Streitkräfte gegen den Deutschen Orden
1411 Erster Frieden von Thorn. Die Grenzen des Ordensstaates bleiben bestehen.
1454-1466 13-jähriger Krieg gegen den Deutschen Orden
1466 Zweiter Frieden von Thorn: Polen erhält Pommern und Danzig.
1493 Entstehung des Zweikammern-Parlaments (Sejms)
1525 Säkularisierung des Deutschen Ordens und Entstehung des Herzogtums Preußens (als polnisches Lehen)
1543 "De revolutionibus orbium coelestium" ("Über die Umschwünge der himmlischen Kreise"), eines der Hauptwerke von Nikolaus Kopernikus, wird in Nürnberg gedruckt.
1569 Lubliner Union (Umwandlung der bis dahin in Personalunion miteinander verbundenen Staaten, Königreich Polen und Großfürstentum Litauen, in einen einheitlichen Staat, die sog. Realunion/Adelsrepublik)
1572 Tod des Königs Zygmunt August und damit Erlischen der Dynastie der Jagiellonen
1573 Einführung der freien Königswahlen und gesetzliche Verankerung der Religionsfreiheit
1595/96 Union von Brest mit der Ostkirche der Republik
1600 Beginn des Kriegs gegen Schweden
1610 Einfall polnischer Truppen in Moskau
1634 Friedensschluss mit Russland
1648 Kosakenaufstand unter der Führung von Bohdan Chmielnicki
1648 Kosakenaufstand unter der Führung von Bohdan Chmielnicki
1655 Schwedeneinfall (und Krieg bis 1660)
1657 Die Adelsrepublik verzichtet auf ihre Lehenshoheit über Preußen
1683 Schlacht (und Sieg) gegen die Türken bei Wien unter Jan III. Sobieski
1699 Friedensschluss mit der Türkei
1702 Schwedeneinfall
1733 Doppelte Königswahl (August III. und Stanisław Leszczyński) und Machtkämpfe um den Thron der Republik
1768-1772 Konföderation von Bar
1772 Erste Teilung Polens
1773 Gründung der Kommission für Nationale Bildung (des ersten Bildungsministeriums in Europa)
1788-1792 Tagungen des Großen Sejms
1791 Der Vierjährige Sejm beschließt mit der Verfassung vom 3. Mai die erste demokratische Verfassung in Europa.
1792 Konföderation von Targowica und Krieg gegen Russland
1793 Zweite Teilung Polens
1794 Kościuszko-Aufstand
1795 Dritte Teilung Polens
1807 Bildung des Großherzogtums Warschau mit durch Napoleon verliehener Verfassung
1812 Teilnahme polnischer Truppen am Feldzug Napoleons gegen Russland
1815 Gründung des durch Personalunion mit Russland verbundenen Kongresspolen (Königreichs Polen)
1817-1823 Wirkungszeit der Gesellschaft der Philomaten und Philareten in Wilna
1830-1831 Novemberaufstand
1831 Beginn der Großen Emigrationswelle
1845 Inbetriebnahme der ersten Streckenabschnitte der Eisenbahnverbindung Warschau - Wien
1846 Krakauer Aufstand
1848 Großpolnischer Aufstand
1863 Januaraufstand
nach 1863 Russifizierung des Schul- und Gerichtswesens sowie der Verwaltung im Königreich Polen
1872 Beginn der Germanisierung des polnischen Schulwesens im preußischen Besatzungsteil
1905-1907 Revolution im Königreich Polen
1915 Besetzung des Königreichs Polen durch deutsche Truppen
1918 Nach 123 Jahren erlangt Polen seine staatliche Souveränität wieder.
1918 Nach 123 Jahren erlangt Polen seine staatliche Souveränität wieder.
1918/1919 Großpolnischer Aufstand
1919 Sejmwahlen
1919-1920 Polnisch-russischer Krieg
1919-1921 Drei Aufstände in Schlesien im Vorfeld der Volksabstimmung über den Verbleib Schlesiens in Polen
1920 Konferenz des Botschafterrates der Siegermächte: Die Teilnehmer einigen sich auf einen Verzicht einer Volksabstimmung über das Olsagebiet (auch Teschener Schlesien, früher Herzogtum Teschen). Der in einem Grenzvertrag von 1918 festgelegte Grenzverlauf wird nun als verbindlich vereinbart, der das Olsagebiet zwischen Polen und der Tschechoslowakei aufteilt.
1920 Gründung der Freien Stadt Danzig; Volksabstimmung in Masuren, im Ermland und im Weichselland
20. März 1921 Volksabstimmung in Oberschlesien: Als Folge des Ergebnisses werden etwa 30 Prozent des Oberschlesischen Gebietes Polen zuerkannt.
1922 Ermordung der Präsidenten Gabriel Narutowicz
1926 Piłsudski-Putsch
1929-1934 Wirtschaftskrise
1932 Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion
1934 Nichtangriffspakt mit Deutschland
23. August 1939 Unterzeichnung des Hitler-Stalin-Paktes
1. September 1939 Überfall Deutschlands auf Polen, Beginn des Zweiten Weltkriegs und der Vernichtungspolitik der Deutschen in Polen
17. September 1939 Überfall der Sowjetunion auf Polen
28. September 1939 Unterzeichnung des Deutsch-sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrages
1939 Gründung der polnischen Exilregierung
1940 Ermordung von 22.000 polnischen Offizieren (Kriegsgefangenen) durch den NKWD
Juli - August 1941 Polnisch-sowjetische Verträge und Gründung einer polnischen Armee in der Sowjetunion
März - August 1942 Evakuierung der Anders-Armee aus der Sowjetunion in den Iran
April 1943 Entdeckung der Massengräber von polnischen Offizieren in Katyn durch die Deutschen
19. April 1943 Ausbruch des Aufstands im Warschauer Ghetto
26. April 1943 Die Sowjetunion bricht ihre diplomatischen Beziehungen zur polnischen Exilregierung Regierung ab.
Mai 1944 Das II. Korps des Anders-Armee nimmt das Kloster von Monte Cassino ein.
Juli 1944 Entstehung des von der Sowjetunion protegierten Polnischen Komitees der Nationalen Befreiung
1. August - 2. September 1944 Warschauer Aufstand: Im Verlauf des Aufstands der Polnischen Heimatarmee (AK) gegen die deutschen Besatzer kommen 200.000 Menschen ums Leben.
6. September 1944 Dekret des Polnischen Komitees der Nationalen Befreiung über eine Bodereform
März 1945 Die Sowjets nehmen 16 führende Mitglieder der polnischen Untergrundregierung fest.
8. Mai 1945 Bedingungslose Kapitulation Deutschlands
28. Juni 1945 Gründung der Polnischen Provisorischen Regierung der Nationalen Einheit
5. Juli 1945 Die Westalliierten erkennen die polnische Exilregierung nicht mehr an.
2. August 1945 Unterzeichnung des Potsdamer Abkommens. Die Vertreter der drei Siegermächte des Zweiten Weltkrieges (Sowjetunion, Vereingigte Staaten von Amerika, Vereinigtes Königreich) beschlossen auf Schloss Cecilienhof in Potsdam die Westverschiebung Polens. Die früheren deutschen Gebiete, die nun auf polnischen Territorium lagen, wurden bis zu einer friedensvertraglichen Regelung unter polnische Verwaltung gestellt.
1945 Beginn der Vertreibung von Deutschen aus ehemals deutschen Gebieten, die östlich der Oder-Neiße-Linie lagen.
1945 Beginn der Vertreibung von Polen aus ehemals polnischen Gebieten, die die Sowjetunion annektiert hatte.
19. Januar 1947 Die Kommunisten manipulierten die Sejmwahlen.
1947-1949 Dreijähriger Wiederaufbauplan
1948-1954 Stalinisierung des gesellschaftlichen Lebens in Polen
1950-1955 6-Jahres Plan
22. Juli 1952 Verankerung der Verfassung der Volksrepublik Polen
28. Juni 1956 Posener Arbeiteraufstand (Poznański Czerwiec 56), den das polnische Militär niederschlug. 57 Menschen kamen ums Leben und rund 600 wurden verletzt.
Oktober 1956 Wahl Władysław Gomułkas zum Ersten Sekretär der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei und der Versuch einer Reform.
Seit 1962 Abkehr von Reformen und Konflikte mit der katholischen Kirche
18. November 1965 Brief polnischer Bischöfe an Bischöfe in Deutschland: Der Brief gilt als einer der ersten Schritte einer deutsch-polnischen Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg mit Millionen Toten und Vertriebenen. Der zentrale Satz in den Schreiben lautet: "Wir vergeben und bitten um Versöhnung."
1968 März-Unruhen mit einer antisemitischen Parteikampagne und der Verfolgung von Intellektuellen)
7. Dezember 1970 Deutsch-Polnischer Vertrag (Grundlagenvertrag BRD-Polen)
14.-18- Dezember 1970 Blutig niedergeschlagene Streiks und Unruhen in Danzig, Stettin und Elbing
Dezember 1971 Edward Gierek löst Władysław Gomułka an der Führungsspitze der Regierung ab.
1971-1973 Versuch einer Durchführung von Reformen
1976 Verschärfung der Wirtschaftkrise und Beginn einer organisierten Opposition
1978 Gründung unabhängiger Gewerkschaften sowie des Komitees "KOR"
2.-10. Juni 1979 Erster Besuch von Papst Johannes Paul I. in Polen
1980 Zusammenbruch der Wirtschaft in Polen, Streikwellen, Danziger Verträge, Gründung der Gewerkschaft „Solidarität“
12./13. Dezember 1981 Verhängung des Kriegszustands
April-August 1988 Landesweite Streikwellen
5. April 1989 Der "Runde Tisch", an dem Vertreter der kommunistischen Regierung und der Opposition sitzen einigen sich auf den friedlicher Wechsel vom kommunistischen zum demokratischen System in Polen.
4. Juni 1989 Die ersten freien Parlamentswahlen gewinnt die „Solidarität“ mit überwältigender Mehrheit.
September 1989 Regierungsbildung unter dem Ministerpräsidenten Tadeusz Mazowiecki
1. Januar 1990 Einleitung umfassender Wirtschaftsreformen
30. Januar 1990 Auflösung der kommuistischen "Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei" ( Polska Zjednoczona Partia Robotnicza, PZPR)
12. September 1990 Unterzeichnung des Zwei-Plus-Vier-Vertrages (Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland) in Moskau. Wesentlicher Bestandteil des Vertrages war die Anerkennung der bestehenden Grenzen durch die Bundesrepublik Deutschland und damit der endgültige Verzicht auf ehemalige deutsche Gebiete, die östlich der Oder-Neiße-Linie lagen. Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) hatte die Grenze bereits 1950 im Görlitzer Abkommen anerkannt.
Den Zwei-Plus-Vier-Vertrag haben die Bundesrepublik Deutschland, die DDR, Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten von Amerika unterzeichnet. An den vier Vorbereitungsrunden, in denen der Vertragstext ausgehandelt wurde, nahmen Vertreter der Republik Polen teil. Der Vertrag trat am 15. März 1991 in Kraft.
1999 NATO-Beitritt Polens
Mai 2004 Polen wird Mitglied der Europäischen Union