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Der Naumburger Dom - die Reglindnis

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Bolesław Chrobry („der Tapfere”) hatte es nicht einfach. Von Polenhasser Kaiser Heinrich II aufs Blutigste bekämpft, von seinen Landsleuten, denen der frisch importierte christliche Glaube noch recht unheimlich war, unverstanden, ließ er sein wichtigstes Ziel nicht aus den Augen: die vollkommene Souveränität und Konsolidierung des jungen polnischen Staates.

Die Statue der Reglindnis im Naumburger Dom.
Die Statue der Reglindnis im Naumburger Dom. Foto: Frank Hilbert

Seine politischen Absichten verfolgte der ehrgeizige Piastenfürst und seit 1025 König von Polen nicht nur mit dem Schwert, sondern auch durch eine geschickte Heiratspolitik. Im Jahr 1002 nutzte er die innerpolitischen Machtkämpfe  in Deutschland und zog mit seinem Heer in der Lausitz und in Meißen mit dem Ziel ein, die dort beheimateten westslawischen Stämme an Polen zu binden (woran diese selbst jedoch kein großes Interesse hatten).

Heinrich II, zu jener Zeit militärisch verhindert, erlaubte Bolesław einen Teil der Lausitz als Lehen zu behalten, Meißen ging aber an Gunzelin, den Bruder des gewaltsam zu Tode gekommenen Markgrafen von Meißen Ekkehard. Um die Beziehungen zwischen den Piasten und den Ekkehardinern  zu festigen, verheiratete Boleslaw seine Tochter Reglindnis (auch Regelindis oder Regelinda genannt) an Hermann, Sohn Ekkehards. Eine Statue, die Reglindis darstellen soll, kann man zusammen mit elf weiteren, im 13. Jahrhundert von dem unbekannten „Naumburger Meister“ erschaffenen Stifterfiguren im Westchor des Naumburger Doms bewundern. Von den Naumburgern wird Reglindis seit jeher als die „lächelnde Polin“ genannt.

Ansicht des Naumburger Doms
Der Naumburger Dom. Foto: Frank Hilbert

Kürzlich ergab sich für mich endlich die Gelegenheit, das schöne Naumburg zu besuchen und eine Führung durch den Dom zu machen. Nachfolgend einige Impressionen. (fh)