Wie teuer ist das Surfen mit dem Smartphone im Ausland?

Surfen mit dem Smartphone.
Surfen mit dem Smartphone.

Diese Frage habe ich mir vor einigen Tagen gestellt. Schließlich möchte ich im Urlaub nicht auf das Surfen mit meinem Smartphone verzichten. Meine E-Mails lesen, bei Facebook Freunde kontaktieren und auf FarmVille meine Blümchen gießen. Oh, sorry. Blumengießen bei FarmVille ist mit dem App von Facebook nicht möglich. Egal. Ich habe also bei der Hotline von o2 angerufen und nach einem Kosten-Airbag für das mobile Surfen im Ausland gefragt. „Den gibt es bei o2 nicht“, sagte mir eine freundliche Stimme am Telefon. Das sei aber auch egal, weil durch eine EU-Verordnung die Kosten für das mobile Surfen auf rund 54 € begrenzt seien. Man könne Surfen, solange man wolle? fragte ich ungläubig. „Ja“, war die bestimmte Antwort. In ganz Europa, sogar in Russland bis zum Ural, bestätigte mir der Support-Mitarbeiter von o2 auf Nachfrage. Ich vermutete gleich am Telefon, dass die Europäische Union keinen Einfluss auf die Preise in Russland hat.  Am Telefon habe ich mir jedoch allen Widerspruch verkniffen. Mehr Licht ins Dunkel brachte ein Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „connect“. Die Obergrenze liegt bei 59,50 €. Ist das Limit erreicht, wird die Datenübertragung gestoppt. Das gilt aber nur innerhalb der EU. Und Russland gehört nicht zur Europäischen Union. Wer mehr als die besagten 59,50 € versurfen möchte, muss das Daten-Roaming bei seinem Anbieter freischalten lassen. In einem Punkt hatte der Supportmitarbeiter mich nicht falsch informiert: Bei o2 wird bei Erreichen des Kostenlimits die Surf-Geschwindigkeit gedrosselt. Nun weiß ich allerdings immer noch nicht, ob die 59,50 € sich auf einen Monat oder meinen ganzen Auslandsaufenthalt beziehen. Das steht nicht in der connect. Und dem Supportmitarbeiter von o2 glaube ich nicht mehr. Er sagt „pro Monat“. „Ganz bestimmt“, versicherte er mir. Per E-Mail oder SMS wollte er mir die Datentarife jedoch nicht zuschicken.

Angeblich habe man alle O2-Kunden bereits per SMS über die EU-Verordnung informiert, die am 1. Juli 2010 in Kraft getreten ist. Nur leider habe ich keine SMS erhalten. Entweder habe ich sie zwischen den unzähligen Werbebotschaften übersehen oder o2 hat sie über das Ausland verschickt. Nach erreichen des Kostenlimits von 59,50 € wurde die Reisegeschwindigkeit stark gedrosselt und nun kriecht die SMS im Schneckentempo in Richtung meines Smartphones. Wenn ich Glück habe, erreicht sie mich noch vor meinem Urlaub. (fh)

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