Nigel Kennedy: „Welcome you fucking audience“

Konzertplakat Nigel Kennedy in Breslau
Konzertplakat Nigel Kennedy in Breslau

Der britische Geigenvirtuose und Yehudi-Menuhin-Meisterschüler Nigel Kennedy beeindruckte an diesem Abend in Hamburg nicht nur durch sein Spiel: den genialen Wechsel zwischen Klassik, Jazz und Pop. Im Gedächtnis des gediegenen Publikums wird vermutlich hauptsächlich sein gebeugter Rücken haften bleiben, den er fast vier Stunden lang der „fucking audience“ (O-Ton Kennedy) zudrehte. Nur zwischen den Stücken gab sich der Meister die Ehre, sein Antlitz zu zeigen. „Hello, my name Nigel and I`m doing well“, gluckste er dann und nahm lässig einen weiteren Schluck Bier. Anschließend kamen erheiternde Anekdoten über seine polnische Combo – übrigens allesamt Weltklasse-Jazzmusiker. Die klassische Jazz-Zugabe, zu der sich Mr Kennedy zum Ende des Konzerts doch noch durchringen konnte, entschädigte uns jedoch für seine schrägen Attitüden und die ohrenbetäubenden Jimi Hendrix-Einlagen. (fh)

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