Heute Vormittag übergab die russische Luftfahrtsbehörde an Polen den Abschlussbericht zum Absturz der polnischen Präsidentenmaschine vom 10. April 2010.
Aus dem Bericht geht hervor, dass der Tower auf dem Flughafen im westrussischen Smolensk wegen schlechten Wetters keine Landeerlaubnis für die Piloten des Flugzeugs etreilt und einen Ausweichlandeplatz vorgeschlagen habe. Die Leiterin des internationalen Luftfahrtamts MAK, Tatjana Anodina, unterstrich, dass die Besatzung der Präsidentenmaschine auf die in Smolensk herrschenden Wetterverhältnisse unzureichend vorbereitet gewesen sei. Darüber hinaus belegten die Tonaufzeichnungen, dass sowohl der Protokollchef der polnischen Regierung wie auch der leicht alkoholisierte Kommandeur der polnischen Luftstreitkräfte, Andrzej Blasik (Man habe bei der Obduktion 0,6 Promille Alkohol in seinem Blut nachgewiesen.), im Cockpit der Präsidentenmaschine psychischen Druck auf die Besatzung ausgeübt hätten, trotz schlechten Wetters eine Landung auszufrühren. Nach Angaben der Anodina habe sich die gesamte Besatzung im Zustand erhöhter emotionaler und psychologischer Anspannung befunden und eine negative Reaktion des “Ersten Passagiers” befürchtet im Falle einer abgebrochenen Landung haben soll.