Olympische Spiele in China – „Solidarität mit Tibet“

Solidarität mit Tibet
Gazeta Wyborcza mit Solidaritätsbekundung für Tibet „Solidarni z tybetem“ (Solidarität mit Tibet). Foto: Hilbert

Unübersehbar solidarisiert sich heute, am Tag der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking, die polnische Tageszeitung Gazeta Wyborcza mit dem Unabhängigkeitskampf der Tibeter. In den Außenseiten einer Sonderbeilage zu diesem Thema ist die Fahne von Tibet mit den Lettern „Solidarni z tybetem“, dts. „Solidarität mit Tibet“ abgedruckt. Auf den beiden redaktionellen Seiten der Beilage erinnert die Tageszeitung an Demonstrationen in Polen. Sie berichtet über eine Demonstration im April am dritten Todestag von Papst Johannes Paul II in Warschau (Überschrift „W solidarności z Tybetem“, dts. „In Solidarität mit Tibet“) und eine Demonstration in Lublin im März dieses Jahres (Überschrift „‚Wolny Tybet‘ w Lublinie“, dts. „‚Freies Tibet‘ in Lublin“).

Keine Meinungsfreiheit und Todesurteile

Die Redakteurin Małgorzata Bielecka-Holda zieht in einem kurzen Kommentar eine ernüchterne Bilanz über den Geist der Olympischen Spiele von heute. Es beginnen Spiele in einem Land, in dem es keine Meinungsfreiheit gebe und die meisten Todesurteile verhängt würden. Der wirtschaftliche Erfolg basiere auf der Sklavenarbeit von Menschen. China unterdrücke Tibet brutal. Auch „wir waren viele Jahre unfrei und unterdrückt durch einen wesentlich stärkeren Nachbarn“, schreibt sie und meint damit die Sowjetunion. Sie unterstreicht, dass die Olympischen Spiele immer eine Zeit des friedlichen Wettkampfes gewesen seien und in diesem Sinne sollten „wir unseren Protest zum Ausdruck bringen“.

Sprachrohr der unabhängigen Gewerkschaft Solidarität (Solidarność)

Mit ihrem Engagement für die politische Unabhängigkeit von Tibet stetzt die Tageszeitung Gazeta Wyborcza ihre eigene politische Tradition fort. Sie wurde 1989 als Sprachrohr der unabhängigen Gewerkschaft Solidarność (Solidarität) gegründet. (fh)

Ein Gedanke zu „Olympische Spiele in China – „Solidarität mit Tibet““

  1. Die Olympischen Spiele für politischen Ziele zu mißbrauchen, finde ich nicht in Ordnung. Warum müssen die Sportler -die sich viele Jahre für die schönsten Spiele der Welt aufgeopfert haben-, das ausbaden, was die Politiker eingeprockt haben. Hier ist die Politik und die Wirtschaft aber doch nicht der Sport gefragt.
    Wir tun so als ob es in Polen, in Deutschland und anderswo keine Menschenrechtsverletzungen gibt. Sind wir blind oder wollen wir bloß nicht sehen.

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