Ryszard Kapuściński gestorben

Der polnische Schriftsteller und Journalist Ryszard Kapuściński ist gestern im Alter von 74 Jahren in Warschau gestorben. Kapuściński, der zu den wichtigsten polnischen Autoren zählt, war ein scharfsinniger Beobachter politischer Umwälzungen und unbestrittener Meister der literarischen Reportage. Seit 1962 arbeitete er als Auslandskorrespondent der polnischen Presseagentur PAP – hauptsächlich in Afrika, Lateinamerika und Asien. 1978 entstand sein wohl bekanntestes Buch „Cesarz“ ( „König der Könige. Eine Parabel der Macht“), in dem er sich mit dem Niedergang des Regimes von Kaiser Haile Selassie in Äthiopien befasste. Drei Jahre später beschrieb er in dem Buch „Szachinszach“ („Schah in Schah“) die iranische Revolution von 1979 und dem Sturz des Schahs.
Er war befreundet mit Persönlichkeiten wie Che Guevara und Salvador Allende. Insgesamt veröffentlichte er über 20 Bücher, darunter – was weniger bekannt ist – auch einige Lyrikbände. Demnächst soll sein letztes Buch erscheinen: „Lapidarium VI“.
In den vergangenen Jahren wurde Kapuściński wiederholt als Kandidat für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen.

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