Abstecher ins Kloster Grabarka

Klosterkirche Grabarka
Klosterkirche in Grabarka. Foto: Frank Hilbert

Die Holzkirche im Kloster Grabarka ist von einem Meer von Holzkreuzen umgeben. Die ältesten von ihnen stammen aus dem 18. Jahrhundert. Das Kloster ist der bedeutendste orthodoxe Wallfahrtsort in Polen, der auch als das „orthodoxe Tschenstochau“ bezeichnet wird. Jedes Jahr pilgern tausende orthodoxe Gläubige nach Grabarka und lassen in dem Kloster rund 10 km östlich von Siemiatycze Holzkreuze zurück. Im Laufe der Jahrhunderte ist auf diese Weise ein undurchdringlicher Dschungel aus Holzkreuzen entstanden. Große und kleine Kreuze, verwitterte und kunstvoll verzierte Kreuze.

Orthodoxe Kirche nach Brand wieder originalgetreu wieder aufgebaut

Ich gehe in die Holzkirche. Sie ist neu und doch alt. 1991 ist die Kirche abgebrannt. Das Kloster hat sie mit großen finanziellem Aufwand originalgetreu wieder aufgebaut. Ich gehe durch das Hauptportal mit der kunstvoll mit Kupfer beschlagenen Tür. Meine Augen haben Mühe, sich an das Dunkel im Inneren der Kirche zu gewöhnen. Nur ein paar Kerzen verbreiten ein schummriges Licht. Eine Frau spricht mich an. Überrascht drehe ich mich um. Die junge Nonne in ihrem schwarzen Gewand mustert mich kritisch und verlangt, dass ich meine bloßen Schultern bedecke. Ich ziehe mir also meine Jeansjacke an. Die Nonne ist eine von 20 Nonnen, die in dem Kloster leben. Das Kloster Grabarka ist weitläufig und von einer weißen Mauer umgeben. Die Nonnen leben in einfachen Holzhäusern. Während meines Besuches heute bekomme ich nur die junge Nonne in der Kirche zu sehen. Sonst laufen nur einige Touristen durch den Wald aus Kreuzen und fotografieren.

Ich genieße den kurzen Aufenthalt und vertrete mir ein wenig die Beine, bevor es mit dem Auto weiter nach Lublin geht. (fh)

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