Mindestens 16 Tote bei Zugunglück in Polen

Züge auf einem Bahnhof in Polen
Züge auf einem Bahnhof in Polen. Foto: Frank Hilbert

Mindestens 16 Tote und über 60 Verletzte sind das Ergebnis eines Zugunglücks in Schlesien, Polen. Zwei Züge waren am Sonnabend, dem 3. März 2012, gegen 21.00 Uhr auf der Strecke zwischen Warschau und Krakau nahe der Orte Chałupki und Szczekociny frontal und ungebremst aufeinandergeprallt. Auf Fotos aus der Nacht sind Feuerwehrleute zu sehen, wie sie bei Scheinwerferlicht (auch mit Spürhunden) nach Toten und Verletzten suchen. Insgesamt sind 450 Feuerwehrleute und 100 Polizisten im Einsatz. In den Zügen sollen 350 Menschen unterwegs gewesen sein.

Schwerste Zugunglück seit 22 Jahren

Nahe der Unglücksstelle wurden Zelte aufgestellt, in denen die Verunglückten versorgt werden. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch nicht bekannt. Zum Zeitpunkt des Unglücks wurden jedoch in der Nähe Arbeiten an den Gleisen durchgeführt. Die beiden Unglückszüge waren auf dem Weg von Przemysl an der ukrainischen Grenze nach Warschau und von Warschau nach Krakau. Noch in der Unglücksnacht traf Ministerpräsident Donald Tusk am Unglücksort ein, um sich ein Bild von der Tragödie zu machen. „Das ist die tragischste Katastrophe seit Jahren“, sagte er. Tatsächlich handelt es sich um das schwerste Zugunglück seit 22 Jahren. Der polnische Präsident Bronisław Komorowski hat inszwischen für Montag und Dienstag Staatstrauer angeordnet. (fh)

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