5. August – Umbauarbeiten in Lubliner Burg abgeschlossen

Burg in Lublin
Dreifaltigkeitskirche in der Burg in Lublin. Foto: Frank Hilbert

Die Umbaumaßnahmen in der Lubliner Burg sind abgeschlossen. Der weiße Anstrich der Burg wurde durch ein helles Beige ersetzt und die Arkaden im Innenhof, die sich südlich vom Eingang befinden, sind mit großen Glasscheiben geschlossen worden und beherbergen jetzt die Museumskasse. Besucher, die die Dreifaltigkeitskirche besichtigen möchten, müssen jetzt auch nicht mehr unbedingt das Burgmuseum durchqueren. Ein Zugang vom Hof aus wurde für Besucher geöffnet. Besucher können die Kirche aber auch weiterhin durch das Burgmuseum erreichen.

Die Dreifaltigkeitskirche gehört mit ihrer russisch-byzantinische Polychromie an den Kapellenwänden zu den eindrucksvollsten Kirchen in Polen. An der Restaurierung der Malereien arbeiteten Restauratoren von ihrer Wiederentdeckung um 1900 bis in die 1990er Jahre hinein. Trotz der viele Jahre dauernden Arbeiten bleibt die Dreifaltigkeitskirche eine Baustelle. Beim Besuch heute zeigte sich, dass der Zahn der Zeit weiterhin am Kirchengemäuer nagt. An der Südwand des Chorraumes hat sich ein breiter senkrechter Riss gebildet. Im Kirchenschiff steht außerdem ein Gerüst, das bis unter die Decke des Kreuzrippengewölbes reicht. Es lässt darauf schließen, dass Schäden auch an anderen Stellen in der Kirche entdeckt worden sind, an deren Beseitigung Restauratoren arbeiten.

Wir haben die Kirche besucht, weil Barbara unbedingt das Bild des polnischen Königs Władysław Jagiełło sehen wollte, welches an der Nordwand des Kirchenchors zu bewundern ist. Mich dagegen haben die Graffitis an der Westwand des Kirchenschiffes interessiert. Hier haben sich Teilnehmer an den Verhandlungen zur Lubliner Union (1569) sowie andere Besucher aus dem 17. und 18. Jahrhundert verewigt. Denkmalschutz war damals noch kein Thema. (fh)

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