„Katyń“ von Andrzej Wajda in polnischen Kinos angelaufen

Am Montag war die feierliche Premiere von „Katyń“, dem neusten Film des Regisseurs Andrzej Wajda. Zur Vorführung im Großen Theater in Warschau war Prominenz aus Politik und Kultur eingeladen. Der Film erzählt von dem Massaker an viereinhalb Tausend polnischen Offizieren, das durch den sowjetischen Geheimdienst NKWD im Frühjahr 1940 im 20 km von Smolensk entfernten ukrainischen Ort Katyń verübt wurde.

(In den Wäldern von Katyń, Charkov, Tver, Kalinin, Kiev und Minsk wurden insgesamt 22.000 polnische Offiziere von den Sowjets – in den meisten Fällen durch einen Genickschuss – umgebracht.) Unter den Opfern befand sich auch der Vater des Regisseurs.

Über 40 Jahre lang war das Verbrechen von Katyń ein Tabuthema in Polen, erst 1990 gestand Michael Gorbatschow die sowjetische Alleinschuld an Katyn ein. (fh)

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