Kaczyńskis „Nein“ zur russischen Dominanz

Frosch

Harte Worte fielen am Dienstag aus dem Mund des polnischen Präsidenten, Lech Kaczyńskis, der nebst den Staatsoberhäuptern der Ukraine, Litauens, Lettlands und Estlands nach Tbilisi reiste, um mit ihnen zusammen Solidarität mit Georgien zu bekunden. In einer gefühlsbetonten Ansprache prangerte Lech Kaczyński das Vorgehen der Russen in Ossetien an: „Das erste Mal seit längerer Zeit haben unsere Nachbarn das Gesicht gezeigt, das wir seit Hunderten von Jahren kennen. Diese Nachbarn sind der Meinung, dass die angrenzenden Nationen ihnen untertan sein müssten. Wir jedoch sagen: nein!“ Mit den Nachbarn meinte er die Russen.

Keiner kann leugnen, dass Russland in Ossetien in bester imperialer Manier mit den Säbeln rasselt. Jedoch scheint dem polnischen Staatspräsidenten entgangen zu sein, dass die Georgier, angeblich durch ossetische Separatisten provoziert, die ersten waren, die am achten August in Ossetien einmarschierten – medienwirksam parallel zur Eröffnung der Olympischen Spiele. Saakaschwili, Präsident von US-Gnaden, lächelte mit der Professionalität eines Fernsehstars in die Kameras.

Den Kürzeren zogen – wie üblich in solchen blutigen Konflikten –  unschuldige Zivilisten, die zwischen den mit aller Brutalität und Rücksichtslosigkeit verfolgten Interessen zweier Invasoren regelrecht zermalmt wurden.

Man hat einst dem Schriftsteller Stanisław Lem Zynismus vorgeworfen, als er in einem Interview sagte, er fände es recht belustigend, wenn ein in der Weltpolitik so unbedeutendes Land wie Polen versuche, die Vorgehensweise von Weltmächten wie China oder Russland zu rügen. Man solle lieber realistisch bleiben und sich nicht lächerlich machen.

Mir fällt an dieser Stelle ein schönes polnisches Sprichwort ein: „Wenn ein Pferd behuft wird, hält auch der Frosch seine Pfote hin“. (bw)

Ein Gedanke zu „Kaczyńskis „Nein“ zur russischen Dominanz“

  1. Das Märchen von den USA und der NATO

    In den USA war wieder einmal Wahlkampf und der Freund des jetzigen Präsidenten hatte eine schlechte Prognose. Jedoch wenn die USA in einer Krise sind sehen die Erfolgsaussichten für den Freund des jetzigen Präsidenten viel besser aus, sagen die Berater.
    Der Präsident setzt sich mit seinen Beratern zusammen um zu beraten wie man dem Freund helfen kann. Endlich hatte man einen guten Plan ausgearbeitet.
    Im kleinen Land Georgien, nahe der russischen Grenze gab es einen naiven Präsidenten, der gerne einen früheren Teil seinen Landes zurückhaben wollte. Die Menschen dort aber hatten bereits in zwei Referenden abgelehnt wieder zu Georgien gehören zu wollen und dies schmerzte der georgischen Präsidenten sehr. Dieses kleine Land heißt Südossetien und stand unter dem Schutz Russlands mit dem Südossetien auch zufrieden war.
    Die USA hatten schon lange Militärberater in Georgien und der Präsident der USA teilte diesen nun seinen Plan mit, den er mit seinen Beratern ausgearbeitet hatte.

    Der Plan besagte, dass Georgien das kleine Südossetien einfach militärisch überrennen solle um danach wieder zu Georgien zu gehören.
    Dieser Plan gefiel dem naiven und machthungrigen georgischen Präsidenten und er führte das auch sofort aus.
    Ganz brutal drang sein Militär in Südossetien ein und schlachtete über 2000 Menschen ohne Rücksicht einfach ab. Außerdem ließ er auch noch Bomben auf die Hauptstadt werfen.

    Das gefiel der Schutzmacht Russland natürlich überhaupt nicht und Russland schickte sein Militär um Südossetien wieder zu befreien und den Menschen dort zu helfen.

    Nun hatte der Präsident der USA endlich eine kleinere Krise, die aber noch nicht ausreichte und er behauptete schlicht und einfach Russland sei der Aggressor und Russland soll sofort Südossetien wieder freigeben, denn dort freuen sich schon die Südosseten auf die Vereinigung mit Georgien. Russland war natürlich von der NATO enttäuscht, besonders über deren Ansicht über die Menschenrechte.

    Der USA – Präsident sprach nun mit seinen NATO – Partnern und alle versicherten, dass sie an seinem wunderbaren Plan mithelfen wollen.
    Alle NATO – Länder beschuldigten nun gemeinsam Russland sei der Aggressor und habe überzogen gehandelt, denn das arme Georgien habe sich doch nur seinen Landesteil wieder zurücknehmen wollen. Die Grausamkeiten der Georgier in Südossetien waren kein Thema, denn Georgien handelte doch auf Wunsch der USA; der besten Demokratie der Welt!?
    Natürlich ließ sich Russland nicht einschüchtern, es fühlte sich moralisch im Recht und hatte den Menschen in Südossetien geholfen.
    Nun ließ der USA-Präsident in Polen noch Raketen gegen Russland aufstellen, aber die sind nicht gegen Russland, sagte er.
    Russland wurde immer sauerer und kündigte die Freundschaft mit der NATO.

    Endlich hatte der USA-Präsident eine wunderbare internationale Krise, die seinem Kandidaten bei der
    anstehenden Wahl helfen wird.

    Fazit: Was soll nun mit diesen wunderbaren Politikern in den USA und der NATO geschehen? Können wir solchen Politikern überhaupt noch trauen?
    Können wir solche Politiker als wahre Demokraten und als Verteidiger der Menschenrechte ansehen, oder sind alle diese Politiker in Wahrheit schon längst Verbrecher, die in ein Gefängnis gehören?…ich weiß es wirklich nicht!

    Das müssen SIE, meine Damen und Herren entscheiden!

    Walter Gerhartz
    Albrecht-Duerer-Str. 4
    89520 Heidenheim
    Mail: gerhartzwalter@aol.com
    Fon: +49 (0) 7321-609132
    oder +49 (0) 160-94574171

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*