Fußball-WM-Endspiel: deutsche Touristen verschwunden

Czos See Sensburg
Blick auf den Czos See in Sensburg (Mrągowo). Foto: Frank Hilbert

Das Endspiel der Fußball-WM im Berliner Olympiastadion zwischen Frankreich und Italien hat begonnen. Anpfiff war um 20 Uhr. Ich sitze auf der Terrasse des Hotels in Sensburg (Mrągowo) und genieße – bei einem Glas Zywiec – den Blick über den See. Von den deutschen Touristen ist nichts zu sehen, sondern nur zu hören. Sie sitzen im Restaurant und verfolgen vor dem Fernseher das Endspiel. Laute Diskussionen und ab und zu ein lauter Aufschrei der Männer. Als es zum Elf-Meter-Schießen kommt, herrscht im Restaurant gespannte Ruhe, die ich sogar auf der Terrasse zu spüren glaube. Da Deutschland den Einzug in das Endspiel verpasst hat, teilen sich die Sympathien der deutschen Zuschauer in Mrągowo auf Italien und Frankreich auf. Die eine Hälfte jubelt bei einem Tor für Frankreich, die andere Hälfte jubelt, wenn Italien einen Treffer erzielt.

Am Ende gewinnt Italien mit 6:4. Die deutschen Touristen strömen auf die Terasse. Diskussionsthema Nr. 1 ist die Rote Karte für den französischen Ausnahmespieler Zinedine Zidane, der sich nach einer Provokation eine Tätlichkeit gegen den Italiener Mazaratti erlaubt hat. (fh)

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