Ein müder Papst

Am 11. Februar 2013 gab Papst Benedikt XVI. den Verzicht auf sein Amt mit Wirkung zum 28. Februar 2013 bekannt. „Bei unserem Papst wäre eine so kopfgesteuerte Entscheidung unvorstellbar“, lese ich in einer polnischen Zeitung. Kritik, die Josef Ratzinger meiner Meinung nach nicht verdient hat. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger auf dem Stuhl Petri, Johannes Paul II., hat Benedikt XVI. nie den Anspruch erhoben, eine Medienpersönlichkeit zu sein. Er ist ein leiser, ruhiger Denker, der im Menschenbad immer ein wenig unbeholfen wirkte. Ein sympathischer, bescheidener Mensch, der sich der Bürde seines Amtes bewusst ist und der dem Amt ein menschliches Antlitz verliehen hat. Er verdient unseren Respekt. (fh)

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