Nicht umsonst trug Warschau vor dem Zweiten Weltkrieg den Beinamen “Paris des Ostens”. Bis zu seiner Zerstörung durch die Deutschen galt die Hauptstadt Polens als eine der schönsten Städte Europas. Eine Hommage an das Vorkriegs-Warschau ist der Animationsfilm “Warszawa 1935″, der seit dem 15. März in den polnischen Kinos läuft. Weiterlesen
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Lublin 2.0 auf der CeBIT 2013 in Hannover
In der Zeit vom 5. bis zum 9. März 2013 wird das Kulturzentrum “Brama Grodzka – Teatr N.N.” aus Lublin das Projekt “Lublin 2.0″ präsentieren. Vorgestellt werden Produkte von Informatikfirmen aus der Lubliner Region. Gezeigt wird auch ein besondere Installation, die den Besuchern mithilfe der 3-D-Technologie eine Zeitreise in das Lublin des 16. Jahrhunderts erlaubt. Weiterlesen
Der deutsche Traum – ohne Fachkräfte aus Polen?
Die neuen Gastarbeiter in Deutschland, das sind laut aktueller Spiegel-Ausgabe unter anderem die griechische Ärztin Alexandra, die spanische Marketing-Managerin Carolina und die Biologin Emilia aus Rumänien. Zwar kamen die meisten Arbeitsuchenden – nach einer Grafik im Spiegel – aus Polen (147.000 von insgesamt 500.000 Zuwanderern), jedoch ist ein persönliches, positives Beispiel eines qualifizierten jungen Polen in dem Artikel vergeblich zu suchen. Dafür sticht dem Leser nur wenige Seiten weiter die „Polen-Connection“ im Zusammenhang mit dem neuesten Pferdefleischskandal in die Augen.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Tagtäglich übersetze ich Hochschuldiplome und Arbeitszeugnisse bestens ausgebildeter junger Menschen aus Polen, die sich eine bessere Zukunft in Deutschland erhoffen und kann euch, liebe Spiegel-Redakteure, nur sagen: Die Zeiten, als die polnische Herkunft automatisch mit Putz- und Pflegediensten im halbseidenen Niedriglohnsektor assoziiert wurde, sind endgültig passé! (bw)
Ein müder Papst
Am 11. Februar 2013 gab Papst Benedikt XVI. den Verzicht auf sein Amt mit Wirkung zum 28. Februar 2013 bekannt. “Bei unserem Papst wäre eine so kopfgesteuerte Entscheidung unvorstellbar”, lese ich in einer polnischen Zeitung. Kritik, die Josef Ratzinger meiner Meinung nach nicht verdient hat. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger auf dem Stuhl Petri, Johannes Paul II., hat Benedikt XVI. nie den Anspruch erhoben, eine Medienpersönlichkeit zu sein. Er ist ein leiser, ruhiger Denker, der im Menschenbad immer ein wenig unbeholfen wirkte. Ein sympathischer, beschiedener Mensch, der sich der Bürde seines Amtes bewusst ist und der dem Amt ein menschliches Antlitz verliehen hat. Er verdient unseren Respekt.
Lebensabend in schimmeligen vier Wänden
Marian Wantoła (86), einer der größten polnischen Trickfilmzeichner (bekannt u.a für die Kinderfilme “Bolek und Lolek” und “Reksio”, an denen sich bereits die zweite Generationen junger Polen erfreut), lebt in seiner Wohnung in Bielsko-Biała unter erbärmlichen Bedingungen: ohne Heizung, fließend Wasser und mit Schimmel an den Wänden. Eine Reportage über den Nestor der polnischen Filmanimation könnt ihr euch unter youtu.be/7UVuegw6uOU anschauen. Mittelweile ist im Internet eine groß angeletge Spendenaktion zugungsten von Herrn Wantoła gestartet.
Premiere eines Theaterstücks über das Leben von Danuta Wałęsa
In Danzig fand gestern die Premiere eines Theaterstücks statt, das auf der Autobiografie von Danuta Wałęsa, der Ehefrau des polnischen Friedensnobelpreisträgers und einstigen Arbeiterführers Lech Wałęsa, basiert. Das Erscheinen des Buches war in Polen eine kleine Sensation, denn seine Autorin behandelt darin nicht etwa die Geschichte der polnischen Demokratiebewegung, sondern die Einsamkeit im Schatten ihres berühmten Mannes. Die Rolle der Danuta Wałęsa spielt Krystyna Janda, ein Star der polnischen Film- und Theaterkunst. Das Drama beginnt mit der Aufzählung der Namen und Geburtstage der acht Kinder der Wałęsas, deren richtige Reihenfolge der Darstellerin einige Mühe bereitete. Zweimal verhaspelte sich Janda und unterbrach ihren Monolog für einige Minuten, um sich beim Publikum für ihre „Aufgeregtheit“ zu entschuldigen. Lech Wałęsa, der neben seiner nun nicht minder berühmten Frau im Zuschauerraum saß, kommentierte den Patzer der Schauspielerin laut mit folgenden Worten: „Ach, machen Sie sich doch nichts daraus, ich bringe es auch immer durcheinander!“
Deutsch-polnische Grenze wird neu vermessen
Mehr als 30 Jahre liegt die letzte Vermessung der deutsch-polnischen Staaten-Trennlinie zurück. Auch wenn seit Polens Schengen-Beitritt Paßkontrollen an der deutsch-polnischen Grenze abgeschafft worden sind, spielt der genaue Grenzverlauf, insbesondere wenn es um territoriale Zuständigkeiten geht, nach wie vor eine wichtige Rolle. Die Grenzvermessung, die mithilfe satellitengestützter Vermessungstechniken durchgeführt werden soll, ist für das Jahr 2014 geplant. Dabei werden auf auch alle altersschwachen Grenzmarkierungssäulen und Grenzsteine auf der deutschen Seite ausgetauscht.
Polen wird Partnerland der CeBIT 2013
Tierliebe
Zum wiederholten Mal ist mir gestern früh in der Kieler Holstenstraße ein Bettler mit zwei kleinen Hunden aufgefallen. Die Hunde wurden von dem Mann offensichtlich dazu benutzt, bei den Passanten Mitleid zu erregen und ihnen Geld aus der Tasche zu locken. Um besonders rührend zu wirken, wurde der kleinere der beiden Hunde (ein wuscheliges, weißes Knäuel) so hingelegt, dass er den größeren zu umarmen schien. Die Tiere machten einen apathischen Eindruck, ihr Lager bestand aus einem schmutzigen Kissen, einen Futter- oder Wassernapf habe ich nicht gesehen. Am späten Nachmittag lagen die Hunde immer noch an der gleichen Stelle und in der gleichen drapierten Stellung – ungeschützt vor Sonne und Regen.
Jahrbuch 2012 des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt
Jahrbuch Polen 2012 Regionen
Deutsches Polen-Institut (Hrsg.)
Polen ist ein Land regionaler Vielfalt. Als Trennlinie zwischen dem Westen und dem Osten des Landes gilt seit Jahrzehnten die Weichsel. Die traditionellen Nahtstellen an den historischen Grenzen der Teilungsgebiete des 19. Jahrhunderts – zwischen dem ehemaligen Kongresspolen, Galizien und den preußischen Ostprovinzen – sind bis heute in der kulturellen Landschaft sichtbar.
Dazu kommt der Unterschied zwischen Stadt und Land, der jedoch allmählich an Bedeutung zu verlieren scheint. Zunehmend wird von der Unterscheidung zwischen Metropolen und der »Provinz« gesprochen, die geografisch nicht genau zu fassen ist. Darüber werden strukturelle Divergenzen zwischen Nachbarstädten und -gemeinden entdeckt. Sie ergeben sich aus Faktoren wie der Qualität der Verkehrswege, der Leistungsfähigkeit der Behörden oder der Aktivität der Bürger. Weiterlesen
