Angekommen im Białowieźa Nationalpark

Pension in Białieza
Während unseres Aufenthalts in Białieza übernacheten wir in dieser kleinen Pension. Foto: Frank Hilbert

Heute sind wir von Vilnius, der litauischen Hauptstadt, nach Białowieźa in Polen gefahren. Der kleine Ort liegt am Rande des Białowieźa Nationalparks. Zuerst wollten wir in einer Pension übernachten, deren Adresse wir im Internet recherchiert hatten. Die Inhaber erwarten jedoch für die kommende Nacht Gäste aus Spanien. Deshalb habe sie keine Zimmer mehr frei. Schließlich sind wir in der Pension eines sehr netten älteren Mannes untergekommen. Unser Zimmer befindet sich im zweiten Stock des Holzhauses und hat sogar einen Balkon. Die Pension ist sehr gemüttlich eingerichtet. Am Abend haben wir auf der Terasse einer Kneipe – mit Blick über einen idyllischen See – eine Kleinigkeit gegessen.

Zwischenstopp in Trakai – Hauptstadt des litauischen Großfürstentums

Auf der Fahrt von Vilnius nach Białowieża hatten wir noch in Trakai nahe Vilnius Station gemacht und eine Burg besichtigt, die im Mittelalter der Residenzplatz der litauischen Großfürsten war. Trakai war bis 1323 die Hauptstadt des litauischen Großfürstentums. Die Burg ist mit sehr großem Aufwand restauriert worden. Allerdings fehlt die Inneneinrichtung aus dem Mittelalter. Auch Wandmalereien sind nicht mehr vorhanden. Schade. Das Wetter war traumhaft, allerdings zu warm. Das Thermometer in unserem Auto zeigte 34 Grad Celsius an. Auf der Fahrt zur polnischen Grenze sind wir einer polnischen Pilgergruppe begegnet, die auf dem Weg von Sejny (Polen) nach Vilnius war. Vermutlich ist das Ziel der Gruppe die Schwarze Madonna im „Tor der Morgenröte“ in der Altstadt von Vilnius. Die Strapazen waren den Teilnehmern in die Gesichter geschrieben. Menschen aus den Dörfern standen am Straßenrand und verteilten Wasser an die Pilger. Begleitet wurde die Gruppe von einem Krankenwagen.

„Dokument Maschiny“

Knapp 45 Minuten nach unserer Begegnung mit den Pilgern waren wir an der polnisch-litauischen Grenze. Die Grenzkontrolle verlief reibungslos. Nur der litauische Zöllner schien am Morgen mit dem falschen Bein aufgestanden zu sein. In militärischen (preußischen oder sowjetischen) Ton bellte er uns an: „Dokument Maschiny!“ (Fahrzeugpapiere). (fh)

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